Europäischer Flugzeugbauer
Airbus will in den USA montieren

Der europäische Flugzeughersteller Airbus sieht die Verlagerung von Teilen seiner Produktion aus dem Euro-Raum als überlebenswichtig an. Offenbar gibt es bei der EADS -Tochter schon konkrete Pläne, eine Endmontage in den Vereinigten Staaten aufzubauen.

HB PARIS. Wegen der starken Aufwertung des Euro zum Dollar sei Verlagerung notwendig, sagte Louis Gallois, Chef des Airbus -Mutterkonzerns EADS in einem Interview mit dem Radiosender Europe 1. Airbus produziert vor allem in Deutschland und Frankreich, demnächst aber auch in China. Aus Asien kommt immer mehr Nachfrage nach Flugzeugen.

Airbus erwägt, in den USA eine Endmontage für zivile Maschinen aufzubauen. In dem Werk, das in Mobile im US-Bundesstaat Alabama entstehen könnte, würden die Flugzeuge voraussichtlich montiert und ausgestattet, schreibt die "Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer Montagausgabe. Ein EADS -Sprecher bestätigte der Zeitung entsprechende Überlegungen. Voraussetzung dafür ist der "SZ“ zufolge allerdings, dass Airbus den Zuschlag für den Bau von zunächst 180 Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe erhält.

Eine Entscheidung für eine zivile Produktion in den USA soll auch dem Ziel dienen, einen größeren Anteil der Produktion in den Dollarraum zu verlagern. Die Airbus -Mutter European Aeronautic Defence and Space Co (EADS), Amsterdam, hatte bereits in der vergangenen Woche mehrfach darauf hingewiesen, wie schädlich der hohe Euro-Kurs für das Unternehmen ist.

Gallois ergänzte am Montag in dem Radiointerview , Airbus sei weiter in Gesprächen mit Interessenten für seine zum Verkauf stehenden Werke. Die "Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, dass Airbus -Chef Tom Enders dem US-Konzern Spirit Aerosystems eine reelle Chance auf den Zuschlag gebe. Konkurrent sei die Bremer OHB-Gruppe.

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