Europäischer Flugzeugbauer verkauft vier Großraumflugzeuge nach Abu Dhabi
Airbus erhält Milliardenauftrag aus Abu Dhabi

Der europäische Flugzeughersteller Airbus steht vor einem Großauftrag aus Abu Dhabi. Die staatliche Fluggesellschaft Etihad Airways unterzeichnete am Dienstag auf der britischen Luftfahrtmesse Farnborough eine Absichtserklärung mit der EADS-Tochter über die Lieferung von insgesamt 24 Flugzeugen, darunter vier Maschinen des Großraumjets A380.

and FARNBOROUGH. Darüber hinaus sicherte sich die arabische Gesellschaft Optionen auf weitere zwölf Airbus-Flugzeuge. Das Geschäft hat einschließlich der Optionen ein Volumen von sieben Mrd. Dollar.

Airbus hat damit einen Tag nach dem Milliardenauftrag für Boeing die Branche überrascht. „Vor allem die Zahl von vier A 380 ist bemerkenswert“, sagt ein Branchenbeobachter in London. Das künftig weltgrößte Passagierflugzeug mit 555 bis 800 Sitzen soll 2007 an Etihad Airways ausgeliefert werden. Der Listenpreis liegt pro Stück bei rund 280 Mill. Dollar.

Mit der neuen Vereinbarung hat Airbus im Wettkampf mit Boeing die Nase vorn: Der in Toulouse angesiedelte Flugzeugbauer konnte bislang dieses Jahr Aufträge für 128 Flugzeuge bekommen, Boeing hat dagegen nur 86 Orders in den Büchern.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus erstmals den Rivalen Boeing sowohl bei den Bestellungen als auch bei den Auslieferungen überrundet. Am Montag hatte Boeing in Farnborough von Emirates Airlines vier Bestellungen und neun Optionen für den Langstreckenjet 777-300 im Wert von 2,96 Mrd. Dollar bekannt gegeben.

Airbus-Chef Noël Forgeard nannte den A380-Auftrag besonders wichtig. Sein Konzern werde jedes Jahr mindestens einen Kunden für den Superflieger präsentieren, sagte er. Mit dem Etihad-Vertrag erhöht sich die Zahl der Bestellungen für den A380 auf 133 Maschinen.

Nach Informationen des Handelsblatts dürfte der nächste Kunde die Fluggesellschaft China Southern sein. Man würde den ersten Vertrag für ein chinesisches Großraumflugzeug gern beim Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Peking unterzeichnen. Der Kanzler wird voraussichtlich Anfang Dezember in China sein.

Der Vertrag mit der erst 2003 in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründeten Fluglinie umfasst zudem zwölf Flugzeuge des Typs A330-200 sowie je vier A340-500 und A340-600. Diese Maschinen sollen 2006 und 2007 ausgeliefert werden. Man habe lange mit Airbus und Boeing verhandelt, sagte Etihad-Chef Ahmed Bin Saif Al Nayhan bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung. Die Fluggesellschaft betreibt bereits eine kleine Airbus-Flotte.

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