Europäisches Patentamt
Siemens forscht am fleißigsten

Der Industriekonzern Siemens hat im vergangenen Jahr so viele Patentanträge, wie kein anderes Unternehmen von Norwegen bis Italien eingereicht. Damit hat die Firma die fleißigste Forschungsabteilung.
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MünchenDer Industriekonzern Siemens hat eine besonders fleißige Forschungsabteilung: 2235 Patentanträge reichte das Unternehmen im vergangenen Jahr beim Europäischen Patentamt ein - so viel schaffte keine andere Firma von Norwegen bis Italien. Im Münchner Siemens-Forum nahm Vorstandschef Peter Löscher dafür am Freitag eine Auszeichnung der Europäischen Patentorganisation (EPO) entgegen. „Wir sind stolz, erneut das Ranking anzuführen. Das ist der beste Beweis für die Innovationskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Löscher. Vor allem mit Verbesserungen und Erfindungen in der Medizin- und Energietechnik behauptete Siemens den ersten Rang.

Hinter den Münchnern rangierten der niederländische Elektronikkonzern Philips (1759 Patentanträge) und zwei weitere deutsche Unternehmen - der weltgrößte Chemiekonzern BASF (1638 Patentanträge) und der weltgrößte Autozulieferer Bosch (1192 Patentanträge).

Siemens beschäftigt weltweit etwa 28.000 Mitarbeiter in der Forschung. Pro Arbeitstag produzieren sie etwa 40 Erfindungen. Für die Hälfte davon wird ein Patentantrag eingereicht. Etwa vier Milliarden Euro investiert das Unternehmen jährlich in Forschung und Entwicklung. Das entspricht etwa 5,2 Prozent des Siemens-Jahresumsatzes.

Die EPO - die Trägerin des Europäischen Patentamts in München - ist die zweitgrößte eigenfinanzierte zwischenstaatliche Institution der Welt und ist Ansprechpartner für über 38 Länder. 2011 erteilte sie 62.115 europäische Patente. Fast jedes vierte ging nach Deutschland. Bei der EPO einen Patentantrag einzureichen kostet etwa 4500 Euro. Bis ein Patentantrag endgültig bewilligt oder abgelehnt wird, vergehen manchmal mehrere Jahre.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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