Europcar-Übernahme
Volkswagen verhandelt mit Eurazeo

VW führt mit dem französischen Finanzinvestor Eurazeo exklusive Verhandlungen über einen Verkauf seines Autovermieters Europcar. Parallel dazu prüft der Wolfsburger Konzern weiter einen strategischen Ausbau und einen Börsengang von Europcar, wie Volkswagen am Dienstagabend mitteilte. Eurazeo will nach Angaben beider Unternehmen Europas größten Autovermieter komplett übernehmen.

hof GENF. Interesse signalisiert hatten auch der US-Investor Cerberus, die Allianz-Beteiligungssparte Allianz Capital Partners, JP Morgan Partners sowie ein Gespann aus dem Autovermieter Sixt und der Beteiligungsgesellschaft Apax.

Bei seinem Sanierungskurs wiederum kann der Wolfsburger VW-Konzern nach eigener Einschätzung nicht auf Rückenwind des Marktes hoffen. „Der Auftragseingang ist nicht schlecht, aber wir warten seit fünf Jahren auf den Aufschwung und er kommt nicht“, sagte VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder auf dem Genfer Automobilsalon. Um den Ertrag zu verbessern, ist VW daher auf neue Sparmaßnahmen angewiesen.

Details nannte Pischetsrieder keine. Im Gegenteil: Nachdem durchgesickert war, dass der Konzern deutliche Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich und mehr erfolgsabhängige Entlohnungselemente für die rund 100 000 westdeutschen Beschäftigten durchsetzen will, war Pischetsrieder um Deeskalation bemüht. „VW werde nicht zu einer Hire-and-Fire-Company“, sagte er.

Dass es bei VW allerdings ans Eingemachte gehen wird, machte auch Pischetsrieder klar. Die westdeutschen VW-Aktivitäten haben in den vergangenen Jahren nach Angaben von Markenvorstand Wolfgang Bernhard hohe dreistellige Millionenverluste produziert.

„Spaß am Sparen“ versprach Pischetsrieder wenigstens den VW-Kunden. Bei gleichbleibendem Fahrspaß bleibe das Drei-Liter-Serienauto ein Ziel.

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