Ex-Porsche-Chef Wiedeking
Staatsanwalt stellt Ermittlungen teilweise ein

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft stellt Berichten zufolge einen Teil ihrer Ermittlungen gegen Wendelin Wiedeking ein. Aus dem Schneider ist der Ex-Porsche-Chef deswegen aber noch nicht.
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FrankfurtEin im Sommer 2009 gegen den ehemaligen Porsche-Manager sowie gegen Ex-Finanzvorstand Holger Härter eingeleitetes Ermittlungsverfahren sei jetzt fast vollständig eingestellt worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"). Eine entsprechende Mitteilung werde die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag machen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitun " ("FAZ"). Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.

Allerdings wäre Wiedeking deswegen noch nicht aus dem Schneider: Der "FAZ" zufolge sollen die Ermittlungen eingestellt werden, soweit es um den Vorwurf der "handelsgestützten Marktmanipulation" geht - der Vorwurf, die Öffentlichkeit falsch über die tatsächlichen Absichten informiert zu haben, die "informationsgestützte Kursmanipulation", stehe weiterhin im Raum. Laut "SZ" wurde zudem wegen eines "Anfangsverdachts" der Untreue ein neues Ermittlungsverfahren gegen Wiedeking und Härter eingeleitet.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Siegfried Mahler hatte diese Woche erklärt, das Verfahren gegen die früheren Manager werde sich "sicher ins Jahr 2012 hineinziehen", aber für die kommenden Wochen die Veröffentlichung eines Zwischenstands angekündigt.

Wiedeking und Härter stehen nach Anzeigen der Börsenaufsichtsbehörde BaFin im Verdacht, im Zuge der letztlich gescheiterten Übernahme von Volkswagen falsche Angaben zu ihren Absichten gemacht und Börsenkurse damit gezielt beeinflusst zu haben. Die Ermittlungen kamen nach dem Ausscheiden Wiedekings und Härters im Sommer 2009 in Gang. Durch das Verfahren könnte sich die ursprünglich ab Ende 2011 geplante Verschmelzung von Porsche auf VW verzögern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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