Expansion
Renault-Nissan investiert in Südkorea

Der Doppelkonzern will künftig mehrere tausend Geländewagen in Südkorea fertigen lassen. Der Schritt gilt auch als Entlastung für Nissan.
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SeoulIm Zuge seiner Wachstumsstrategie will das französisch-japanische Autobündnis Renault-Nissan künftig bis zu 80 000 Geländewagen vom Typ Nissan Rogue in Südkorea fertigen lassen. Es würden 160 Millionen Dolllar (etwa 131 Mio Euro) investiert, um die Produktion im Werk in Pusan auszubauen, kündigte der Doppelkonzern am Freitag in der südkoreanischen Küstenstadt an. Durch die Pläne will das Bündnis dem Hersteller Renault Samsung Motors (RSM) neue Wachtumsimpulse geben. Die Renault-Tochter hatte zuletzt mit einem rückläufigen Absatz zu kämpfen. Im ersten Halbjahr 2012 ging der Absatz im Jahresvergleich um ein Drittel auf knapp über 83 000 Einheiten zurück.

Es sollten „Effektivität und die Kostenwettbewerbsfähigkeit“ in Pusan gestärkt und zugleich die Modellreihe von RSM erweitert werden, hieß es. Die Reihe von RSM umfasst derzeit vier Modelle. Die Pläne beschrieb Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn als „einzigartige Win-Win-Win“-Situation für alle drei Beteiligten. Das Kompakt-SUV Rogue soll den Angaben zufolge in Pusan von 2014 an bei einer Kapazität von rund 80 000 Einheiten vom Band rollen. Von dort soll der Wagen exportiert werden. Der Schritt gilt auch als Entlastung für Nissan, das wie andere japanische Autobauer den starken Wert des Yen zu spüren bekommt. Durch die Produktion in Pusan kann Nissan unter anderem auch vom Freihandelsabkommen Südkoreas mit den USA profitieren. Im Werk von Pusan sollen in diesem Jahr insgesamt rund 180 000 Autos für den Verkauf in Südkorea und 60 anderen Ländern gefertigt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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