Experten sehen weitere Belebung
Europa hängt die USA bei Fusionen ab

Der Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) kommt spürbar in Schwung. Bis Anfang Juni kletterte das Transaktionsvolumen weltweit auf 671 Mrd. Euro und erreichte damit bereits fast das Niveau des gesamten ersten Halbjahres 2004.

HB FRANKFURT/M. Die Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erwarten, dass das Volumen im M&A-Geschäft in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bis auf 771 Mrd. Dollar steigen wird und Europa dabei erstmals vor den USA rangieren wird.

Während auf dem alten Kontinent im bisherigen Jahresverlauf bereits 3 897 Übernahmen mit einem Gesamtwert von 298 Mrd. Dollar stattfanden, kommen die Vereinigten Staaten lediglich auf 3 652 Transaktionen im Wert von 279 Mrd. Dollar. Der westeuropäische Markt wuchs in diesem Zeitraum um 24 Prozent. Dagegen verzeichneten die USA ein Minus von 27 Prozent.

Das M&A-Geschäft gilt als Königsdisziplin des Investmentbanking. Nach dem Platzen der Börsenblase 2001 rutschte der Markt für Fusionen und Übernahmen allerdings in eine tiefe Krise. Nach einer Normalisierung im vergangenen Jahr, zeichnet sich mittlerweile eine deutlichere Erholung ab.

Auch in Deutschland sehen die KMPG-Experten eine Belebung. Bis Anfang Juni lag das Transaktionsvolumen bei 40 Mrd. Dollar, was einem Anstieg von knapp sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Thomas Ehren, Managing Partner bei KPMG, geht davon aus, dass sich die Erholung im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Dafür spreche beispielsweise die ungebremste Kauflust der angelsächsischen Finanzinvestoren.

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