Fachkräftemangel
Jobsuchende haben in Baubranche gute Chancen

In der Baubranche sind die Aussichten für Arbeitsuchende so gut wie lange nicht. Der Wirtschaftszweig hat zunehmend mit Fachkräftemangel zu kämpfen, die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften steigt.
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BerlinIn der Bauwirtschaft sind die Aussichten für Arbeitsuchende und Ausbildungsanwärter so gut wie lange nicht. Nach Jahren mit drastischen Rückgängen bei den Beschäftigtenzahlen hätten sich Erwerbstätigkeit und

sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Branche seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts stabilisiert, teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) am Montag in Berlin unter Berufung auf seinen Branchenbericht mit.

Angesichts des Fachkräftemangels werde die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in dem Wirtschaftszweig steigen. „Die Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, offene Stellen kurzfristig zu besetzen“, erklärte HDB-Hauptgeschäftsführer, Michael Knipper. Facharbeiter seien „praktisch nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt zu finden“. Auch das Potenzial an Arbeit suchenden Bauingenieuren sei praktisch erschöpft.

Die Unternehmen versuchten, dem Fachkräftemangel mit mehr Anstrengungen in der Ausbildung zu begegnen, erklärte Knipper. So sei 2010 jeder vierzehnte aller Ausbildungsverträge für einen Beruf in der Baubranche abgeschlossen worden. Daneben stiegen auch die Bruttoverdienste in dem Wirtschaftszweig.

2010 habe fast jeder Fünfte in der Branche in Berufen ohne Studienabschluss ein Entgelt von über 3000 Euro erhalten. Die Hälfte der Bauingenieure und Architekten habe über 4000 Euro erhalten. Dies zeige, das die Unternehmen ihre bisherigen Mitarbeiter halten und neue gewinnen wollten, erklärte Knipper.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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