Fehlende Synergien
Vossloh erwägt Verkauf der Diesellokomotiven-Sparte

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh erwägt einen Verkauf der Diesellokomotiven-Sparte, weil es zu wenig Synergien mit den anderen Bereichen im Konzern gäbe.

dpa-afx FRANKFURT. "Man kann darüber diskutieren, ob wie die Lokomotiven brauche, weil es keine Synergien mit der Infrastruktur gibt", sagte der seit Anfang März amtierende Vossloh-Chef Gerhard Eschenröder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wer eine Weiche bei uns kauft, kauft nicht auch Lokomotiven. Andererseits läuft das Geschäft mit den Lokomotiven derzeit gut."

Eschenröder sieht sich deswegen bei einem möglichen Verkauf auch nicht unter Handlungszwang. Es sei noch keine Entscheidung gefallen. Er deutete zudem an, dass Vossloh unter Umständen auch an Zukäufen interessiert ist. "Wir denken sowohl an ein Wachstum aus eigener Kraft als auch an Akquisitionen." Im Frühjahr war der Kauf der Pfleiderer-Bahnschwellensparte an den Bedenken der Kartellwächter gescheitert.

Die im MDax notierte Vossloh-Aktie verlor zuletzt deutlich an Wert, obwohl US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte sich an dem Unternehmen beteiligte. Wyser-Pratte hatte kurz nach dem Einstieg den Umbau des Konzerns gefordert. Der Investor ist berüchtigt dafür, mit einer relativ geringen Beteiligung hohen Druck auf das Management ausüben zu wollen.

Vossloh musste in diesem Jahr bereits zweimal seine Gewinnprognose zurücknehmen. Zudem belasteten Sondereffekte das Ergebnis in der ersten Jahreshälfte. Die Lokomotiven-Produktion konnte dabei sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern. Die Sparte steuerte in den ersten sechs Monaten rund 35 Prozent zum Erlös bei.

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