Feindliche Übernahme
BHP stemmt sich gegen Potash-Klage

Düngemittelhersteller Potash stemmt sich mit aller Macht gegen eine Übernahme durch den Bergbaukonzern BHP Billiton. Potash wirft dem Interessenten vor, Investoren mangelhaft über Auswirkungen der Fusion aufgeklärt zu haben und zog daher vor Gericht - BHP nimmt den Kampf nun jedoch an.
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HB TORONTO. Der Übernahmekampf zwischen dem weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton und dem Düngemittel-Primus Potash geht vor Gericht in die nächste Runde. BHP beantragte am Freitag in den USA, die Klage von Potash zur Abwehr der feindlichen BHP-Übernahme abzulehnen.

In der Anklageschrift hatte Potash BHP vorgeworfen, Investoren ungenau oder gar nicht über Auswirkungen einer Übernahme informiert und sie so in die Irre geführt zu haben. BHP hält dagegen, Potash habe keine Fehlinformationen oder Informationslücken nachweisen können. BHP will seine Argumente gegen die Potash-Klage am Donnerstag vor einem Bezirksgericht in Chicago vortragen.

Potash aus Kanada lehnt die 39 Mrd. Dollar schwere Offerte des australisch-britischen Konzerns BHP als völlig unzureichend ab. Potash hatte BHP in der Klage den Versuch vorgeworfen, den Wert von Potash mit gezielt platzierten Nachrichten zu mindern. Dabei ging es um BHP-Investitionen in eine Kaligrube im kanadischen Saskatchewan, mit der BHP zum direkten Potash-Konkurrenten avancieren würde. Nach Ansicht der ebenfalls in Saskatchewan ansässigen Potash konnte BHP dadurch ein Gebot abgeben, dass noch unterhalb von 25 Prozent des Marktwertes lag und deswegen keine Genehmigung durch die eigenen Aktionäre erforderte.

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