Ferdinand Dudenhöffer
Auto-Experte rechnet weiter mit Stellenabbau bei Opel

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sieht für den Autobauer PSA bei einer Opel-Übernahme keine andere Möglichkeit als einen massiven Stellenabbau. Er rechnet damit, dass jeder dritte Job bei Opel wegfallen könnte.
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Frankfurt/RüsselsheimDie Übernahme des Autobauers Opel durch den französischen Konzern PSA Peugeot-Citroën wird nach Ansicht eines Experten nicht ohne massive Jobverluste abgehen. Der Mitarbeiterabbau sei für den Peugeot-Chef Carlos Tavares der einzige wirksame Kostenhebel, sagte der Chef des CAR-Center an der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, am Montag.

Er bleibe bei seiner Einschätzung, dass bei dem Deal jeder dritte der rund 19.000 Opel-Jobs in Deutschland auf der Kippe stehe. Daran änderten auch die von Opel-Eigentümer General Motors mit der IG Metall ausgehandelte Beschäftigungsgarantie bis Ende 2018 und die Investitionszusagen für die deutschen Werke bis 2020 nichts. „2018 kann es mit den Abfindungen losgehen“, sagte Dudenhöffer.

Die Bundesregierung verfolgt die Gespräche über eine Übernahme von Opel mit größter Aufmerksamkeit. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei jederzeit über den Gesprächsstand unterrichtet. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums betonte, die Regierung rede mit allen Beteiligten. Dazu gehöre auch die britische Regierung. Die Bundesregierung werde sich dabei nicht ausspielen lassen.

Peugeot will auch die Opel-Schwestergesellschaft Vauxhall übernehmen, die in Großbritannien zwei Werke betreibt. In den Verhandlungen gibt es nach den Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig noch keine verbindlichen Job- und Standortgarantien von GM für die deutschen Opel-Standorte. Allerdings gebe es „erste konstruktive Signale“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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