Fiat Chrysler
Rückrufkosten belasten die Bilanz

Dank des boomenden Marktes in Nordamerika konnte Fiat im Sommerquartal den Gewinn überraschend deutlich steigern. Doch die solide Bilanz wird von hohen Rückrufkosten überschattet.

MailandFiat Chrysler muss überraschend viel Geld für Rückrufe beiseitelegen. Im dritten Quartal fiel deswegen ein Betrag von 602 Millionen Euro an, wie der Turiner Konzern am Mittwoch mitteilte. Dabei handelt es sich vor allem um geschätzte Kosten, die künftige Rückrufaktionen kosten werden.

Die Aktie gab daraufhin mehr als vier Prozent nach und wurde vom Handel ausgesetzt. Analysten sagten, die potenziellen Rückrufkosten überschatteten eine ansonsten solide Bilanz: Dank des boomenden Marktes in Nordamerika konnte Fiat im Sommerquartal den Gewinn überraschend deutlich um mehr als ein Drittel steigern. Der Umsatz des siebtgrößten Autoherstellers legte um 17 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro zu.

Nach dem Börsengang der Tochter Ferrari konzentrieren sich viele Investoren wieder auf den eigentlichen Konzern. Der Sportwagenbauer wurde in diesem Monat an den Aktienmarkt gebracht und soll Anfang des kommenden Jahres abgespalten werden. Auch bei ihm läuft das Geschäft rund. Er steigerte seinen Quartalsabsatz um 21 Prozent auf 1949 Fahrzeuge. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 723 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 22 Prozent auf 213 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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