Finanzchef Meyer legt Marschroute fest
Heidelberger Druck gibt sich optimistisch

Der Finanzchef der Heidelberger Druckmaschinen hat sich zum Geschäftsverlauf im kürzlich beendeten zweiten Quartal positiv geäußert. Zugleich legte er die neue Marschroute fest: eine Kapitalrendite von mindestens 16 Prozent im Geschäftsjahr 2006/07.

dpa-afx FRANKFURT. "Der positive Trend aus dem ersten Quartal hat sich auch im zweiten Vierteljahr weiterentwickelt", sagte Herbert Meyer der "Börsen-Zeitung" (Dienstagsausgabe). Die Zuversicht, die finanziellen Planziele "gut" zu erfüllen, sei gewachsen. Im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) werde Heidelberger Druck die Kapitalkosten von 10 Prozent mindestens verdienen. 2006/07 sei eine Netto-Umsatzrendite von 5 Prozent und eine Kapitalrendite von mindestens 16 Prozent erreichbar.

Meyer ließ deutlich durchblicken, dass dem Druckmaschinen-Weltmarktführer kurzfristig orientierte Hedge-Fonds keine willkommenen Aktionäre sind. Allerdings liege der Anteil der an Heideldruck beteiligten, kurzfristig orientierten Finanzinvestoren schätzungsweise bei unter 5 Prozent, sagte Meyer. "Hedge-Fonds, die nur an der Quartalsperformance interessiert sind, haben wir eher weniger im Aktionärskreis."

Meyer betonte, nach dem Ausstieg der Commerzbank und dem Ablauf der RWE-Umtauschanleihe im Jahr 2007 werde das Unternehmen einen Streubesitz von 82 Prozent haben. Ein möglicher Aufstieg in den Dax, bei dem auch der Freefloat zählen würde, sei "kein Selbstzweck für uns".

Nach Angaben des Vorstands ist seit der Übergabe der Sparte Digitaldruck an Kodak noch kein Geld bei Heideldruck eingegangen. "Maximal müsste uns Kodak bei Erreichen bestimmter Absatzzahlen bis 2006 insgesamt 175 Mill. Dollar zahlen. Es sind bisher keine Zahlungen geflossen." Dies sei zwar bedauerlich, umgekehrt habe sich die Richtigkeit des Ausstiegs aus dem Geschäft bestätigt.

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