Finanzkrise getrotzt
Bahn fährt mehr Gewinn ein

Die Deutsche Bahn hat bei Gewinn und Umsatz in den ersten beiden Monaten dieses Jahres deutlich zugelegt. Bahnchef Hartmut Mehdorn jubelt.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn hat in den ersten neun Monaten mit anhaltender Steigerung bei Umsatz, Gewinn und Verkehrszahlen der Finanzkrise noch getrotzt. In ihrer am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbilanz weist sie ein Wachstum von neun Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres aus. Die zum Börsengang bereitstehende DB Mobility Logistics AG meldete sogar einen Vorsteuergewinn von mehr als zwölf Prozent.

Bahnchef Hartmut Mehdorn kommentierte die Zahlen so: "Die Deutsche Bahn fährt trotz Finanzkrise weiter auf Erfolgskurs. Dies wird auch in unseren aktuellen Gesprächen mit potenziellen Investoren honoriert." Er begründete das Wachstum mit dem „stabilen Geschäftsmodell“, das „die Arbeitsplätze auch bei Konjunktur-Eintrübung sichern“ werde.

Der Umsatz der Bahn AG stieg demnach um neun Prozent oder 2,1 Mrd. auf 25,2 Mrd. Euro. Ohne Zukäufe waren es 24,38 Milliarden, ein Wachstum von 5,5 Prozent oder 1,26 Mrd. Euro. Die DB Mobility Logistics AG - also der Verkehrsteil, der für den Börsengang vorgesehen ist - erwirtschaftete im selben Zeitraum einen Umsatz von 24,64 Mrd. Euro, was einem Plus von 7,8 Prozent entspricht. Auf vergleichbarer Basis kletterte der Umsatz um 4,2 Prozent oder 953 Mio. Euro auf 23,82 Mrd. Euro.

Geringer war der Anstieg bei den Verkehrszahlen. Die Zahl der Fahrgäste in Bahnen und Bussen der Deutschen Bahn nahm um 2,6 Prozent auf 1,987 (1,937) Mrd. zu. Die Zahl der Reisenden in DB-Zügen erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 1,42 (1,37) Milliarden. Güterverkehrszahlen nannte die Bahn in ihrer Mitteilung nicht.

Als Gewinn (Ebit vor Sondereffekten) meldete sie konzernweit 2,06 Mrd. Euro gegenüber 1,99 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode, ein Plus von 74 Mio. Euro oder 3,7 Prozent. Die DB ML steigerte ihren Gewinn vor Sondereffekten um 183 Mio. auf 1,667 (1,484) Mrd. Euro. Das entspricht einer Zunahme von 12,3 Prozent. Die Nettoverschuldung sank von 17,77 Mrd. Euro im Vorjahr um 12,6 Prozent oder 2,24 Mrd. auf 15,53 Mrd. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%