Flugzeugbauer
EADS erwartet deutlich höheren Airbus-Umsatz

Der Prestigeflieger A380 von Airbus ist wegen Problemen des Triebwerkszulieferers Rolls-Royce ins Gerede gekommen. Doch der Airbus-Mutterkonzern EADS bemüht sich um gute Stimmung: In den kommenden fünf Jahren erwartet der Hersteller im Schnitt ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent, teilte Finanzchef Hans Peter Ring mit.
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HB TOULOUSE. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS erwartet bei seiner Tochter Airbus in den kommenden fünf Jahren im Schnitt ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent. Voraussetzung sei, dass die Wechselkurse und das günstige wirtschaftlichen Umfeld stabil blieben, kündigte Finanzchef Hans Peter Ring am Dienstag laut einer Präsentation beim Investorentag in Toulouse an.

Zu der Steigerung soll auch die Produktionsausweitung beim Airbus A380 und der A320-Familie beitragen. Im Jahr 2009 hatte Airbus Erlöse von 28,1 Mrd. Euro verbucht.

Mittelfristig soll der Flugzeugbauer auch deutlich profitabler werden. Bislang verdient Airbus etwa mit seinem Riesenflieger A380 kein Geld, die Gewinnzone für den Prestigeflieger peilt der Vorstand erst für das Jahr 2014/2015 an. Im kommenden Jahr sollen pro Monat regelmäßig zwei Maschinen des Typs fertig werden, im Jahr 2012 sollen es bis zu drei Exemplare sein.

Dabei stellt sich Airbus für 2011 auf Verzögerungen wegen der Probleme mit den Triebwerken von Rolls-Royce ein. Die Briten müssen nach technischen Problemen Triebwerksteile an den bereits fliegenden Maschinen austauschen. Dies dürfte auch die Fertigstellung neuer A380-Jets bremsen, wie Airbus-Chef Tom Enders bereits am Freitag eingeräumt hatte.

Zugleich fährt Airbus wegen der starken Nachfrage die Produktion der Mittelstreckenflieger hoch. Von den Flugzeugen der A320-Familie sollen im Dezember 36 Exemplare fertig werden. Im dritten Quartal 2011 sollen es 38 Maschinen pro Monat sein, ab Anfang 2012 sind jeweils 40 Flieger geplant.

Zwischen Januar und September hatte der Airbus-Mutterkonzern EADS unter dem Strich 198 Mio. Euro verdient, fast ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Freitag mitgeteilt hatte. Das dritte Quartal steuerte dazu nur 13 Mio. bei. Der Umsatz legte hingegen um sechs Prozent auf fast 31,6 Mrd. Euro zu.

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