Ford
Pickup-Trucks liefern höheren Quartalsgewinn

Das zweite Quartal beendet Ford mit einem Milliardengewinn. Beim US-Autobauer läuft vor allem das Geschäft mit Pickup-Trucks besser als zuvor. Der höhere Ertrag kommt auch durch eine steuerliche Veränderung.
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DetroitGute Geschäfte mit Pick-ups haben Ford einen höheren Gewinn beschert. Unter dem Strich fuhr der zweitgrößte US-Autobauer im abgelaufenen Quartal zwei Milliarden Dollar ein, nachdem er im Vorjahreszeitraum knapp unter der Zwei-Milliarden-Marke geblieben war, wie Ford am Mittwoch mitteilte. Zu der Entwicklung trugen vor allem die in den USA besonders beliebten Kleinlaster mit offener Ladefläche bei.

So konnte Ford von der "F-Serie" sieben Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen als vor Jahresfrist und den durchschnittlichen Verkaufspreis um ebenfalls sieben Prozent auf 45.400 Dollar pro Wagen steigern. Der Konzern aus Dearborn unweit der US-Autostadt Detroit profitierte zudem von einer niedrigeren Steuerrate als im Vergleichsquartal. Der Umsatz kletterte um ein Prozent auf 39,9 Milliarden Dollar.

Die niedrige Steuerlast dürfte dem Gewinn auch im Gesamtjahr auf die Sprünge helfen. Zugleich schlagen jedoch negative Währungseffekte und Rabatte der Autohändler sowie gestiegene Rohstoffkosten zu Buche. Im zweiten Quartal sank deshalb der Vorsteuergewinn um ein Fünftel auf 2,3 Milliarden Dollar. Ford warnte zugleich, dass die operative Rendite im Autogeschäft im Gesamtjahr sinken werde.

Analysten werteten dies als weiteres Anzeichen, dass sich die Autokonjunktur in den USA abkühlt. Die Neuzulassungen auf dem nach China weltweit zweitgrößten Automarkt sind seit vier Monaten im Rückwärtsgang. Experten sind besonders wegen der hohen Rabatte besorgt, mit denen Hersteller die Nachfrage künstlich hochhalten, die jedoch zulasten der Gewinne gehen. Rivale General Motors (GM) hat bereits angekündigt, die Produktion in Nordamerika zu drosseln.

Gewinneinbruch über Europa

Auch in Europa lief es für Ford schlechter als zuletzt. Der Vorsteuergewinn brach dort auf 88 (Vorjahr: 467) Millionen Dollar ein, weil negative Währungseffekte durch das Brexit-Votum der Briten und hohe Kosten für die Einführung neuer Modelle die Bilanz belasteten.

Damit schnitt Ford dennoch deutlich besser ab als GM, dessen frühere Europa-Tochter in den roten Zahlen feststeckt. Der größte US-Autobauer zieht sich wegen immer neuer Verluste aus Europa zurück und verkauft das Geschäft auf dem alten Kontinent mit Opel und der britischen Schwester Vauxhall an Peugeot.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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