Forscher testen Lustpille für die Frau
Doping für die Libido

Das Geschäft mit Lifestyle-Päparaten ist für Arzneimittelhersteller lukrativ. Das Schlafzimmer hat die Lifestylemedizin dabei längst erobert: Für die Potenzpillen Viagra, Cialis und Levitra gaben Männer vergangenes Jahr mehr als drei Milliarden Dollar aus. Nun soll es bald auch für Frauen eine Lustpille geben. Die dazu nötigen Studien sind bereits in der Endphase.

FRANKFURT. Gestern waren wir noch gesund. Dann haben Mediziner und die Pharmaindustrie genauer hingeschaut: Heute leiden zappelige Kinder am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Menschen in schwermütiger Stimmung haben die Sissi-Krankheit. Und Frauen, die keine Lust auf Sex haben? Die leiden an Hypoactive Sexual Desire Disorder, kurz HSDD.

Bis zu zehn Prozent aller Frauen sollen weltweit von dieser medizinisch definierten "Funktionsstörung" betroffen sein. Das zumindest legen neueste Daten nahe, die vergangene Woche auf der Jahrestagung der amerikanischen Gynäkologen und Geburtshelfer in New Orleans vorgestellt wurden.

Doch - wir ahnen es bereits - ein Retter der lustlosen Frauen ist in Sicht: Boehringer Ingelheim. Der Pharmahersteller treibt die Forschung in diesem Bereich voran und hat mehrere Studien in der letzten klinischen Forschungsphase laufen. Die Ergebnisse kommen wohl Ende dieses Jahres. Flibanserin, so heißt die Wirksubstanz, könnte die Lust auf Sex bei der "prämenopausalen" Frau zurückbringen - Doping für die Libido sozusagen. Ähnliches verspricht auch schon das Testosteronpflaster Intrinsa von Procter & Gamble, das seit dem vergangenen Jahr in Deutschland auf dem Markt ist.

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