Fünf Fragen an Klaus Franz
Opel-Betriebsratschef: „Kein Grund zur Panik“

Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz ist Spekulationen über eine mögliche Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General Motors entgegen getreten. Noch seien längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Franz äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt auch zu einem eventuellen Verkauf des Europageschäfts.

Handelsblatt: Herr Franz, erste Analysten schließen eine Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General Motors nicht mehr aus. Wie ernst ist die Lage?

Klaus Franz: Die Lage ist sehr schwierig, aber es besteht jetzt auch kein unmittelbarer Grund zur Panik. Ich halte das Szenario einer Insolvenz für General Motors für äußerst unwahrscheinlich. Noch sind längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. So könnte der Konzern sich auch von einzelnen Marken trennen, um sich finanziell neuen Spielraum zu verschaffen.

Es wurde bereits über einen Verkauf des Europageschäfts spekuliert. Schrillen bei Ihnen die Alarmglocken?

Nein, denn da ist meiner Meinung nach nichts dran. Gerade angesichts der schwierigen Lage auf dem Heimatmarkt ist der Konzern doch auf sein profitables Auslandsgeschäft angewiesen. Wir sind es doch, die dem Unternehmen unter die Arme greifen. Das weiß auch GM-Chef Rick Wagoner, der ja jüngst angekündigt hatte, den Anteil des Geschäfts außerhalb der USA in diesem Jahrzehnt deutlich auszuweiten. Deshalb mache ich mir da kaum Sorgen.

Erst vor wenigen Wochen hat GM Investitionen in Höhe von rund neun Milliarden Euro bis 2012 in seine Kernmarke Opel angekündigt. Hat denn GM noch das Geld dafür?

Am Investitionsplan wird nicht gerüttelt, zumal das Geld dafür von GM in Europa selbst erwirtschaftet wird. Das GM-Management steht felsenfest dazu, sein Engagement in Europa weiter auszubauen und die Marke Opel weiter nach vorne zu bringen.

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