Fusionspläne mit BAE
Daimler sieht EADS-Bewertung kritisch

Daimler ist unzufrieden mit der Bewertung der geplanten Fusion von EADS und BAE. Der Autohersteller will seine Anteile an der Airbus-Mutter gerne reduzieren. Doch nach Bekanntgabe der Fusion sank der EADS-Kurs deutlich.
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StuttgartUnmittelbar vor einem Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande zeigt sich Großaktionär Daimler Industriekreisen zufolge unzufrieden mit der wirtschaftlichen Bewertung der geplanten Fusion von EADS und BAE Systems. „Die Reaktionen des Kapitalmarkts haben deutlich gezeigt, dass die wirtschaftliche Bewertung durchaus kritisch gesehen wird – das gilt auch für Daimler“, sagte eine mit der Situation vertraute Person Reuters am Freitag.

Daimler hält direkt und indirekt rund 22,5 Prozent an EADS, möchte seinen direkten Anteil in Höhe von 15 Prozent jedoch reduzieren und an den Bund beziehungsweise an die Staatsbank KfW veräußern. Während der Aktienkurs des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems zuletzt seinen Steigflug fortsetzte, rutschten die Papiere der Airbus-Mutter EADS nach der Ankündigung des Fusionsvorhabens Mitte September in den Keller. Bislang ist ein Bewertungsverhältnis vorgesehen, dass EADS 60 Prozent an dem fusionierten Unternehmen sichern würde.

Daimler wolle sich weiterhin auf sein Kerngeschäft konzentrieren, sagte die Person weiter. Wegen des fortgesetzten Rückzugs des Autobauers aus EADS müsse der „strategische Sinn“ des geplanten Zusammenschluss zum globalen Branchenprimus vor Boeing „aus industriepolitischer Sicht“ beurteilt werden. EADS und BAE hatten Deutschland, Frankreich und Großbritannien Vetorechte in Form von sogenannten Goldenen Aktien angeboten, um ihnen besondere Einflussmöglichkeiten zu sichern.

Am Samstag kommen Merkel und Holland in Ludwigsburg bei Stuttgart zu Gesprächen zusammen. Nach Angaben des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert vom Freitag werden dann voraussichtlich noch keine Beschlüsse zum Fusionsvorhaben gefasst, das Thema werde jedoch wohl angesprochen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die BAE Aktionäre wollen eine höhere Übernahmeprämie. Bei BAE sitzen auch etliche Finanzinvestoren im Boot, die jedes entgegenkommen verhindern werden. Wenn die Verhandlungen nicht schnell scheitern, wird sich das noch lange hinziehen. Der Bund wird wohl dieses Jahr nicht mehr die Daimler Aktien kaufen. Im Rüstungs- und Zivilluftfahrtsbereich brechen anderen schon die Gewinne weg. Das könnte für Daimler noch viel schlimmer kommen.

  • .... die größere Präsenz der Briten fehlt ja geradezu bei EADS,
    ihr wirksames Störpotenzial in der EU wir zur Genüge ;..(.......

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