Gemeinschaftsunternehmen mit STS
Eon steigt in russischen Strommarkt ein

Der Versorger Eon hat einen ersten Schritt auf den russischen Strommarkt gemacht. Mit dem russischen Energieunternehmen STS habe Eon im westsibirischen Tyumen das Gemeinschaftsunternehmen Eon-STS Energia gegründet, an dem beide Gesellschafter mit je 50 Prozent beteiligt seien, teilte Eon am Donnerstag in Düsseldorf mit.

dpa-afx DÜSSELDORF. STS wolle seine Kraftwerkskapazitäten in die neue Gesellschaft einbringen. Zu finanziellen Details machte Eon auf Anfrage keine Angaben. "Den genauen Umfang der Summe, den wir in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen werden, müssen wir noch ermitteln", sagte ein Sprecher. STS versorgt nach Konzernangaben in Westsibirien rund 1,1 Mill. Haushalte mit Strom und Gas.

Vorstandschef Wulf Bernotat hatte nach der gescheiterten Endesa-Übernahme seine Pläne für einen Einstieg in Russland bekräftigt. Dank der schnell wachsenden Wirtschaft bietet die russische Stromwirtschaft höhere Wachstumsraten als etwa die gesättigten Märkte Mitteleuropas. Jährlich lege die Stromwirtschaft in dem Land um fünf bis sechs Prozent zu, hieß es.

Der Düsseldorfer Unternehmen will daher seine Position in dem osteuropäischen Land ausbauen und strebt eine Mehrheitsbeteiligung bei dem Stromproduzenten TGK-10 an, der privatisiert werden soll. TGK-10 gehört der staatlichen Stromholding RAO UES.

Neben TGK-10 stehen weitere Teile der Stromindustrie zur Privatisierung an. Allerdings besteht ein erheblicher Investitionsbedarf, um den Kraftwerkspark und die Netze zu erneuern. Eon schätzt diesen in den kommenden 15 Jahren auf über 20 Mrd. Dollar.

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