Gemeinschaftsunternehmen Wingas will Infrastruktur ausbauen
BASF und Gazprom prüfen Beteiligung an Pipeline

Der Chemiekonzern BASF und der russische Gas-Monopolist Gazprom prüfen eine gemeinsame Beteiligung am geplanten Bau der so genannten Nordeuropäischen Gaspipeline (NEGP).

HB FRANKFURT. Ihr Gemeinschaftsunternehmen Wingas sei bereits Mitglied einer Arbeitsgruppe, die eine Durchführbarkeitsstudie für diese Ostsee-Pipeline erarbeite, teilte BASF am Mittwoch mit. Die geplante Gaspipeline soll einmal russisches Erdgas durch die Ostsee nach Westeuropa transportieren. Erdgas aus Russland werde wegen der sinkenden Produktionsmengen aus der Nordsee bei gleichzeitig steigender Nachfrage immer wichtiger für Mittel- und Westeuropa, hieß es.

Das Gemeinschaftsunternehmen Wingas zwischen der BASF-Öl- und Gastochtergesellschaft Wintershall sowie Gazprom wurde Anfang der neunziger Jahre gegründet. Wintershall hält 65 Prozent der Anteile, der russische Konzern 35 Prozent. Das deutsch-russische Unternehmen besitzt mittlerweile eine Infrastruktur mit einem Pipelinenetz von mehr als 2000 Kilometern allein in Deutschland. Erdgas aus den Fördergebieten Russlands wird bei Frankfurt/Oder in das Wingas-Pipelinenetz eingespeist.

Wingas beliefert regionale Ferngasgesellschaften, Stadtwerke, Kraftwerke und größere Industriekonzerne mit Erdgas. Das Unternehmen ist auch in Belgien, Großbritannien, Frankreich und Österreich aktiv.

Die BASF-Aktie lag am Mittwoch im negativen Gesamtmarkttrend 1,8 Prozent im Minus bei rund 47,70 Euro.

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