Genmais
Syngenta muss weiter auf Zulassung in China warten

Der Genmais von Syngenta ist in allen wichtigen Importländern zugelassen – mit Ausnahme von China. Eilig hat es die Regierung in Peking mit der Zulassung nicht. Die Leidtragenden: Amerikanische Farmer.
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PekingDer Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta muss weiter auf die Zulassung seines gentechnisch modifizierten Maises in China warten. Die Behörden prüften noch Unterlagen, die Syngenta im letzten Jahr eingereicht hatte, teilte das chinesische Landwirtschaftsministerium am Freitag auf Anfrage mit. China hat seit November Maislieferungen von mehr als einer Million Tonnen aus den USA zurückgewiesen mit der Begründung, sie enthielten den nicht zugelassenen gentechnisch modifizierten Syngenta-Mais MIR 162. Den ersten Zulassungsantrag hatte der Weltmarktführer vor vier Jahren eingereicht. Mit Ausnahme von China ist MIR 162 in allen wichtigen Mais-Importländern zugelassen.

Das Verbot in China trifft vor allem amerikanische Farmer. China ist weltweit der drittgrößte Abnehmer vom Mais und Getreide aus den USA. Nach Ansicht von Experten hat die Regierung in Peking keine Eile mit der Zulassung. Den Chinesen seien die Preise zu hoch und sie verfügten über hohe eigene Lagerbestände. Überdies gehe die Maisnachfrage in China zurück und die Regierung sei bestrebt, den Anbau im eigenen Land zu fördern.

Die Syngenta-Aktie, die in der zweiten Januar-Hälfte noch bei 358 Franken notiert hatte, geriet dann unter Druck und erreichte Anfang Februar bei 302 Franken einen Tiefpunkt. Am Freitag stand der Titel bei 337 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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