Geplante Kooperation
Ghosn rudert bei GM zurück

In der entscheidenden Phase der Sondierungsgespräche mit dem weltgrößten Autobauer General Motors (GM) hat Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn mitgeteilt, dass die geplante Mega-Allianz eventuell nicht zustande kommt.

hz/ebe DÜSSELDORF. Ein Bündnis mit GM sei „eine Möglichkeit, keine Notwendigkeit“, sagte Ghosn der „New York Times“. Offenbar sieht er auch Anlass zur Kritik am erwünschten Partner: „Wenn der Appetit auf beiden Seiten nicht gleich groß ist, ist es nicht der Mühe wert.“

Ghosn hatte bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Gespräche eine Chance und keine Verpflichtung darstellten. Branchenexperten werten die zögerliche Haltung des Topmanagers wenige Wochen vor Ablauf der Prüffrist aber als Indiz dafür, dass ein großer Wurf in weite Ferne rückt.

Investoren halten eine begrenzte Partnerschaft zwischen den drei Autobauern als das wahrscheinlichste Szenario. „Ich rechne mit produktspezifischen Kooperationen“, sagte Tom Stallkamp, Ex-Chrysler-Manager und heute Partner von Ripplewood Holdings. Auch GM-Chef Rick Wagoner hat schon in diese Richtung gewiesen.

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