Geplatzter Deal mit Israels Marine
Thyssen-Krupp in der Korruptionsfalle

PremiumIsraels Marine ist einer der größten Kunden von Thyssen-Krupp. Doch den Kauf von drei neuen U-Booten muss das Land nun zurückstellen – wegen Korruptionsvorwürfen. Für den Essener Konzern ist es ein bitterer Rückschlag.

Hamburg, Tel AvivDem Industriekonzern Thyssen-Krupp waren die neuen Aufträge aus Israel hochwillkommen. Nachdem die Marine des Landes bereits vier Korvetten bestellt hatte, sollten nun drei weitere U-Boote vom modernsten Typ Dolphin angeschafft werden. Doch aus dem Geschäft mit einem Volumen von rund zwei Milliarden Euro wird vorerst nichts. Wegen massiver Korruptionsvorwürfe haben Deutschland und Israel die Zeremonie für die Vertragsunterschrift auf unbestimmte Zeit verschoben, wie am Dienstag bekannt wurde.

Der Verdacht, dass Thyssen-Krupp die Marinegeschäfte mit Schmiergeldern angeschoben haben könnte, ist nicht neu. Im vergangenen November hatte der israelische TV-Sender „Channel 10“ eine auffällige Nähe des lokalen Thyssen-Krupp-Beraters Miki...

 
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