Gesamtbetriebsrat fordert lückenlose Aufklärung
VW will Personalchef Hartz keinen Aufhebungsvertrag anbieten

Peter Hartz bleibt nach den Worten VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech weiter Personalvorstand bei Europas größtem Autobauer. Bereits am Donnerstag hatte ein VW-Sprecher Medienberichte zurückgewiesen, wonach Hartz wegen einer Schmiergeldaffäre bei der VW-Tochter Skoda zum Rücktritt gezwungen sein könnte.

HB WOLFSBURG/FRANKFURT. „Der Aufsichtsrat hat und wird Herrn Dr. Hartz keinen Aufhebungsvertrag anbieten“, sagte Piech der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Online-Ausgabe vom Freitagabend. „Ich habe keine Gespräche dieser Art mit irgendjemanden geführt. Es wurde auch kein derartiger Antrag an mich herangetragen. Herr Dr. Hartz bleibt Personalvorstand von Volkswagen.“

Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig ermittelt wegen Untreue und Betrugs unter anderem gegen den ehemaligen Personalvorstand der VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster. Im Sog der Affäre war am Donnerstag VW-Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert vorzeitig zurückgetreten. Er hatte aber erklärt, sich keiner kriminellen Handlung schuldig gemacht zu haben. Mit der Schmiergeldaffäre sollen sich auch ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer und der Aufsichtsrat befassen.

In der Affäre hat unterdessen der VW- Gesamtbetriebsrat eine lückenlose Aufklärung gefordert. Wie die „Braunschweiger Zeitung“ (Samstag) berichtete, wandte sich Bernd Osterloh, der Stellvertreter des zurückgetretenen Vorsitzenden des VW-Gesamtbetriebsrates, Klaus Volkert, in einem Schreiben an alle VW- Mitarbeiter. Darin heißt es, er habe den Vorstand im Namen des Gesamtbetriebsrates aufgefordert, „eine lückenlose und ausnahmslose Aufklärung zügig voranzutreiben“. Laut „Braunschweiger Zeitung“ schrieb Osterloh weiter: „Und das gilt für alle, die in dem Verdacht stehen, wie auch immer geartete scheinbare Unregelmäßigkeiten persönlich zu verantworten.“

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