Gespräche können sich bis 2005 hinziehen
EADS und Snecma erwägen Fusion im Raumfahrtbereich

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und der französische Triebwerkbauer Snecma prüfen die Zusammenlegung ihres Geschäfts mit Raumfahrtantrieben. Es geht dabei vor allem um den Antrieb der europäischen Trägerrakete Ariane.

HB PARIS/BREMEN. Betroffen seien 450 Arbeitsplätze der EADS Space Transportation GmbH in Ottobrunn (Bayern) und Lampoldshausen (Baden-Württemberg) sowie 1250 Stellen der Sncema Moteurs in Frankreich, berichteten die beiden Unternehmen am Mittwoch in Paris und Bremen. Es sei aber zu früh, über die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze schon etwas zu sagen. Die Möglichkeit eines europäischen Unternehmens für Raumfahrtantriebe werde wegen der nach wie vor angespannten Lage im weltweiten Satellitengeschäft erwogen, teilte EADS Space Transportation in Bremen mit.

Die beiden Unternehmen arbeiten seit Jahrzehnten beim Antrieb der Trägerrakete Ariane zusammen und kommen gemeinsam auf 460 bis 480 Millionen Euro Umsatz im Jahr. EADS ist bereits für das Gesamtsystem der europäischen Trägerrakete Ariane und alle ihre Stufen zuständig. Eine Zusammenlegung beim Ariane-Antrieb und bei Kleintriebwerken für Satelliten brächte die Integration im Raumfahrtbereich weiter voran.

Die Gespräche könnten sich nach Angaben aus der Raumfahrtbranche bis weit in das nächste Jahr hinziehen. Die Regierungen in Berlin und Paris müssten einem Zusammenschluss der Unternehmen zustimmen. Übergreifendes Ziel sei es, die europäische Trägerrakete angesichts der schwachen Marktlage noch günstiger und wettbewerbsfähiger zu machen.

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