Gewerkschaft plant Aktionstag
Siemens plant 2 500 Jobs zu verlagern

Der Elektro-Konzern Siemens prüft die Verlagerung von rund 2 500 Arbeitsplätzen ins Ausland. In sieben von 14 Unternehmensbereichen soll nach Unternehmensangaben eingespart und umstrukturiert werden. Die IG-Metall kündigte an, in ganz Deutschland gegen die Pläne mobil zu machen.

HB MÜNCHEN. Entsprechende Vorschläge seien Belegschaftsvertretern am Vortag vorgestellt worden, hieß es am Donnerstag in München. Konkrete Pläne für die Verlagerung von Stellen gebe es für die Mobilfunksparte ICM, die Festnetz-Sparte ICN und die Energieübertragung (PTD). Eine Alternative seien aber drastische Kostensenkungen an deutschen Standorten.

Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet weiterhin, dass im Gesamtkonzern mehr als 10 000 Stellen auf dem Spiel stehen könnten. Siemens wies dies jedoch erneut zurück und sprach von einer weitaus geringeren Größenordnung. Siemens hat derzeit 167 000 Mitarbeiter in Deutschland und 247 000 im Ausland.

Die Gewerkschaft werde sich keinesfalls auf einen Lohnverzicht um 25 bis 30 Prozent bei fünf Stunden Mehrarbeit einlassen, betonte der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. „Siemens ist kein krisengebeutelter Mittelständler, Siemens hat eine besondere soziale Verpflichtung für die Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland.“ In den kommenden Tagen werde die Gewerkschaft bundesweit gegen die Pläne mobil machen. Unter anderem sei ein Aktionstag geplant. Die IG Metall wolle mit dem Unternehmen einen Dialog führen und eine Vereinbarung erzielen, die „Beschäftigung, Wachstum und Innovation sichert“.

Ungarn ist die Alternative

In der Mobilfunksparte geht es nach Siemens-Angaben in erster Linie um die Fertigung von Mobiltelefonen und schnurlosen Telefonen in Kamp-Lintfort und Bocholt mit rund 2 000 Beschäftigten, hieß es. „Hier gilt es, gegenüber einem Alternativstandort in Ungarn bei den Arbeitskosten eine Lücke von bis zu 30 Prozent zu schließen.“ Dies sei durch längere und flexiblere Arbeitszeiten sowie andere kostensenkende Maßnahmen realisierbar.

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