Gewinn steigt
Amgen senkt erfolgreich Kosten

Die Kostensenkungen beim weltgrößten Biotechnologiekonzern Amgen greifen. Trotz rückläufiger Umsätze mit seinen Medikamenten zur Behandlung von Blutarmut konnte das Unternehmen seinen Gewinn im ersten Quartal leicht steigern und die Analystenerwartungen übertreffen.

HB NEW YORK. Wie Amgen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte, stieg der Nettogewinn auf 1,14 Mrd. Dollar von 1,11 Mrd. vor Jahresfrist. Der Gewinn je Aktie betrug 1,04 Dollar. Ohne Sonderposten lag er bei 1,12 Dollar und damit acht Cent über den Marktprognosen. Cowen-Analyst Eric Schmidt lobte die Kostendisziplin. "Sie kommen mit der Senkung ihrer Ausgaben weiterhin gut voran."

Amgen hatte im Berichtszeitraum erneut mit Umsatzeinbußen bei seinen Anämiemitteln zu kämpfen. Der Konzernumsatz fiel deshalb um zwei Prozent auf 3,61 Mrd. Dollar, was an der Wall Street allerdings erwartet worden war. Die Erlöse mit dem Anämiemittel Aranesp, das lange als Top-Medikament von Amgen angesehen worden war, brachen um ein Viertel auf 761 Mill. Dollar ein und damit das fünfte Quartal in Folge. Die Umsätze mit Epogen, das vor allem bei Dialysepatienten eingesetzt wird, sanken um elf Prozent auf 554 Mill. Dollar. Ein Lichtblick war das Arthritismittel Enbrel: Mit ihm setzte Amgen 951 Mill. Dollar um, ein überraschend hohes Plus von 30 Prozent.

Viele Krebspatienten leiden unter Blutarmut und erhalten deshalb Medikamente, die die Bildung von roten Blutkörperchen anregen. Studien zeigten allerdings, dass diese Mittel das Sterblichkeitsrisiko bei den Patienten erhöhen könnten. Ärzte wurden von der US-Gesundheitsbehörde FDA daher angehalten, die niedrigste wirksame Dosierung zu verwenden und die Krankenkassen wurden deutlich restriktiver bei der Erstattung.

Amgen hatte deshalb die Kostenschraube kräftig angezogen. Im ersten Quartal sanken die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 18 Prozent, die Investitionskosten wurden auf 170 Mill. Dollar von 325 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum zurückgefahren. Für das Gesamtjahr bekräftigte Amgen seine Prognose. Danach erwartet das kalifornische Unternehmen weiter einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,00 bis 4,30 (2007: 4,29) Dollar und einen Umsatz von 14,2 bis 14,6 (14,7) Mrd. Dollar.

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