Gewinneinbußen bei Raffinerien
Shell verdient vor allem am teuren Öl

Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat seinen Gewinn im ersten Quartal um zwölf Prozent gesteigert. Der höhere Ölpreis hat die gesunkenen Produktionsmengen mehr als ausgeglichen.

HB LONDON.

Der Nettogewinn auf Basis der tatsächlichen Kosten - ohne Berücksichtigung der Wertänderung der Lagerbestände - habe 6,088 Mrd. Dollar betragen, teilte der Konzern am Donnerstag in London mit. Ohne Berücksichtigung eines nicht-operativen Gewinnes von 113 Mill. Dollar habe das Unternehmen einen Gewinn von 5,975 Mrd. Dollar gemacht und damit die Erwartung von Analysten übertroffen, die bei 5,56 Mrd. Dollar lag. „Das sind gute solide Ergebnisse und besser, als wir erwartet haben“, sagte Peter Hutton von van Lanschot Bankiers. „Aber sie liefern den Anlegern immer noch nicht die selben Größen wie zum Beispiel BP“.

Die Öl-und Gasförderung sei um drei Prozent auf eine 3,746 Mill. Barrel entsprechenden Menge pro Tag (boepd) gestiegen. Vorausgesagt wurde eine Menge von 3,6 Mill. boepd. Durch Angriffe auf die Anlagen in Nigeria sei ein Verlust von 165 000 boepd entstanden. Die dort geförderten Mengen gehören jedoch nicht zu den profitabelsten im Shell-Portfolio. Die dank des erhöhten Ölpreises kräftig gestiegenen Gewinne der Öl- und Gassparte trieben auch das Ergebnis des Gesamtkonzerns nach oben. Die Marketing- und Raffinerie-Sparten verzeichnete hingegen Gewinneinbußen.

Langfristig hielt Shell an seinem Ziel fest, die Produktion auf eine Menge von 3,8 bis 4,0 Mill. boepd zu steigern. Die Aktien legte am Donnerstagmorgen um 1,24 Prozent zu.

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