Gewinnrückgang
BMW verkauft viel und verdient wenig

Der Münchener Autobauer BMW kann sich über steigende Absatzzahlen freuen. Die Ergebnisse fürs zweite Quartal hingegen lösen keine Begeisterung aus: Die Gewinnmargen verschlechtern sich zusehends und die Anleger schickten die Aktie zunächst auf Talfahrt. Dem Unternehmen machen insbesondere zwei Faktoren zu schaffen.

HB MÜNCHEN. Im zweiten Quartal sank der Vorsteuergewinn um fast 14 Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Euro. Auch die zweite Jahreshälfte wird nicht einfach. „Insbesondere aus negativen Währungseffekten ergeben sich im laufenden Geschäftsjahr entgegen den bisherigen Erwartungen höhere Belastungen auf das Ergebnis“, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung.

Dennoch bekräftigte der Konzern die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Bereinigt um einen Sondereffekt soll der Vorsteuergewinn über dem Rekordwert des Vorjahres liegen. Der BMW-Aktienkurs brach dennoch um zeitweise 5,50 Prozent auf 43,30 Euro ein.

Das Geschäft selbst läuft bei BMW weiter gut. Den Umsatz steigerte der Autobauer im zweiten Quartal um mehr als elf Prozent auf 14,7 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr legten die Erlöse nach einem etwas schwächeren Start um gut sieben Prozent auf 26,6 Mrd. Euro zu.

Im Gesamtjahr erwartet BMW weiterhin einen Zuwachs im prozentual höheren einstelligen Bereich und Absatzrekorde bei allen drei Konzernmarken. Im Juli konnte der Autobauer die Verkaufszahlen steigern. Der Absatz sei im abgelaufenen Monat stärker gestiegen als im Juni, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Mittwoch in München. Im Juni war die Zahl der verkauften Autos um 15,1 Prozent auf 150 285 angewachsen. Für das Gesamtjahr strebt BMW einen Absatzzuwachs im höheren einstelligen Prozentbereich auf über 1,4 Mill. Fahrzeuge an.

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