Gewinnsprung
Anlagenbauer Gea hebt Dividende an

Nach dem unerwarteten Gewinnsprung hat der Anlagenbauer Gea seine Dividende deutlich erhöht. Der Konzern will nun 55 Cent pro Aktie ausschütten.
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DüsseldorfNach sprudelnden Gewinnen und einer Auftragsflut im Vorjahr erwartet der Anlagenbauer Gea 2012 trotz zunehmender Konjunktursorgen weiteres Wachstum. Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie dürfte sich weiter auf hohem Niveau bewegen, kündigte der Konzern am Montag an. Der Vorstand peilt demnach einen Anstieg der Bestellungen um bis zu fünf Prozent an und ein Umsatzplus um mindestens fünf Prozent an. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge), die 2011 9,7 Prozent erreichte, soll leicht steigen. 2011 verbuchte Gea einen Gewinnsprung und will seine Aktionäre mit einer um 15 Cent auf 55 Cent erhöhten Dividende beglücken.

Für Rückenwind sorgte die neue Sparte mit Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Fertigprodukten. Bei einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 5,417 Milliarden Euro steigerte der Konzern den operativen Gewinn (Ebit) - vor Effekten aus Kaufpreisallokationen - um rund 43 Prozent auf 525 Millionen Euro. Die Bestellungen legten um 23 Prozent auf 5,61 Milliarden Euro zu. Damit übertraf Gea sowohl die eigenen Erwartungen wie auch die der Analysten. „Das Geschäftsjahr 2011 war insbesondere vom besten operativen Ergebnis sowie dem größten Auftragsvolumen seit über zehn Jahren geprägt“, erklärte Konzernchef Jürg Oleas. Vor allem die Profitabilität habe die Firmenerwartungen klar übertroffen.

An der Börse und bei Analysten kamen die Nachrichten gut an: Die Aktie legte um über vier Prozent auf rund 26,65 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im MDax an. Reihenweise hoben Analysten ihr Kursziel an und empfahlen die Titel zum Kauf. Markus Turnwald von der DZ Bank etwa sieht Gea gut positioniert. „Da der Ausblick zu Beginn des Jahres in der Regel sehr konservativ ist, sehen wir Spielraum für weitere Erhöhungen im Jahresverlauf“, kommentierte er. Experten von Equinet hoben das Kursziel auf 29 von 26 Euro an, die WestLB sogar auf 32,70 Euro.

Der deutsche Maschinenbau erwartet in diesem Jahr ein Abflauen des Booms: Währungsturbulenzen und die weltweit trüben Wirtschaftsaussichten werden nach Verbandsangaben ihre Spuren in den Auftragsbüchern der erfolgsverwöhnten Branche hinterlassen, zu der neben Gea und zahlreichen Mittelständlern auch ThyssenKrupp und Gildemeister gehören. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet daher nur noch ein Produktionsplus von vier Prozent nach 14 Prozent in 2011.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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