Gewinprognose für Gesamtjahr dennoch bekräftigt
Hugo Boss hinkt Gewinnzielen hinterher

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal des lauenden Geschäftsjahres dank des Geschäfts mit Wäsche, Socken und Strickwaren seine Umsätz deutlich gesteigert. Doch beim Gewinn tritt das Unternehmen auf der Stelle, weil das Kerngeschäft mit Herrenmode merklich die Konjunkturflaute zu spüren bekommt.

HB STUTTGART. Das Ergebnis nach Steuern sei um ein Prozent auf mehr als 44 (Vorjahr: 43,9) Mill. € geklettert, teilte Hugo Boss am Donnerstag mit. Analysten hatten Boss 47,6 Mill. € zugetraut. Der Gewinn sei durch Anlaufkosten für die Produktion in der Türkei und Risikovorsorge belastet worden, erklärte Boss die Entwicklung. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um fünf Prozent auf 357 Mill. € und damit stärker als erwartet. Ohne Wechselkurseffekte, die Boss vor allem in den USA treffen, hätte das Plus den Angaben zufolge acht Prozent betragen. Das Kerngeschäft mit Herrenmode spürt allerdings vor allem in Deutschland die Konjunkturflaute.

Hugo Boss bekräftigte das Ziel, den Gewinn 2004 im Vergleich zum Konzernumsatz überproportional zu steigern. Der Umsatz soll, von Währungseffekten abgesehen, leicht wachsen. Dabei will Boss vor allem von den im vergangenen und in diesem Jahr in die eigenen Bücher übernommenen Produktgruppen Wäsche, Strickwaren, Socken, Schuhe und Leder-Accessoires profitieren. Sie waren bis dahin als Lizenzen vergeben worden. Finanzchef Jörg-Viggo Müller hatte zuletzt gesagt, dieses Geschäft werde den Umsatz allein um zwei Prozent erhöhen. Die ehemaligen Lizenzprodukte hätten im ersten Quartal allein für die Hälfte des Umsatzanstieges im Konzern gesorgt.

Die Damenmode-Sparte von Boss hat sich im ersten Quartal in der Gewinnzone gehalten. Bei einem Umsatzsprung um 31 % auf mehr als 19 Mill. € verbuchte „Boss Woman“ rund eine Million Euro Gewinn, nachdem sie in vier Jahren 55,7 Mill. € Anlaufverluste angehäuft hatte. In den USA sei der Umsatz des Konzerns in Dollar gerechnet um 19 % gestiegen, teilte Boss ergänzend mit.

Die Mehrheit der Stammaktien von Hugo Boss hält der italienische Wollweber Marzotto.

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