Grafitelektrodenspezialist vor EU-Gericht erfolgreich
SGL-Carbon-Kartellstrafe gesenkt

Der Wiesbadener Kohlenstoffhersteller SGL Carbon war im Rechtsstreit gegen die EU-Kommission wegen einer Kartellstrafe erfolgreich. Das Europäische Gericht erster Instanz verringerte am Mittwoch die Buße deutlich.

HB BRÜSSEL. Die Strafe sei auf 18,45 Mill. € von bislang 27,75 Mill. € verringert worden, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Das Bußgeld war von der EU-Kommission im Zusammenhang mit einem Kartell bei Spezialgrafiten in Europa verhängt worden. Auch für das Unternehmen Intech EDM AG sei die Kartellstrafe heruntergesetzt worden, teilte das Gericht mit. SGL war gegen die von der Europäischen Kommission verhängten Bußgelder vor das Europäische Gericht gezogen.

Die EU-Kommission hatte in den vergangenen Jahren gegen SGL mehrmals Millionenbußen im Zusammenhang mit Kartellverstößen verhängt. SGL war hatte gegen die Strafen in Europa geklagt, weil es darin eine unzulässige Doppelbestrafung der Behörden in Europa und in den USA sah. SGL hatte darauf verwiesen, dass das US-Justizministerium vor Jahren bereits in derselben Sache schon einmal eine Millionenstrafe verhängt hatte.

Der Grafitelektrodenspezialist prüft nach der Verringerung einer Kartellstrafe durch das Europäische Gericht weitere Schritte in dem Verfahren. „Nach sorgfältiger Prüfung der Urteilsbegründung wird SGL Carbon über mögliche weitere Schritte entscheiden“, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wiesbaden mit.

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