Gute Zahlen
Fresenius Medical Care trotzt der Krise

Der zu Fresenius gehörende Dialysespezialist Fresenius Medical Care hat für 2008 Rekordzahlen verbucht. 2009 sollen Umsatz und Ergebnis trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes weiter steigen

HB BAD HOMBURG. Das teilte die im Dax notierte Fresenius Medical Care (FMC) am Donnerstag bei Vorlage der Bilanz mit. Der Umsatz soll 2009 währungsbereinigt um 8 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar zulegen - der Jahresüberschuss auf 850 bis 890 Millionen Dollar. Die Aktionäre dürfen sich über die zwölfte Dividendenerhöhung in Folge freuen. Für 2008 werde für die Stammaktie 0,58 Euro oder ein Plus von 7 Prozent und für die Vorzugsaktie ein Anstieg von 7 Prozent auf 0,60 Euro vorgeschlagen.

2008 konnte FMC beim Umsatz ein Plus von 9 Prozent auf 10,612 Milliarden Dollar verbuchen - organisch legten die Erlöse um 7 Prozent zu. Vor allem auf dem wichtigen Markt Nordamerika konnte FMC den Umsatz erneut um fünf Prozent auf 7,005 Milliarden Dollar steigern. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 6 Prozent auf 1,672 Milliarden Dollar, während FMC bei der Ebit-Marge einen Rückgang von 16,3 im Vorjahr auf nunmehr 15,8 Prozent verbuchte. Analysten hatten im Schnitt beim Ebit mit einem Zuwachs auf 1,68 Milliarden Dollar und beim Umsatz mit einem Anstieg auf 10,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Die niedrige Ebit-Marge sei wesentlich höheren Personal-, und Materialkosten geschuldet. Belastend hätten sich auch gestiegene Preise für das gerinnungshemmende Medikament Heparin in Nordamerika ausgewirkt. Die für FMC wichtige Kennziffer - durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA - stieg im vierten Quartal um drei Prozent auf 335 US-Dollar gegenüber 325 US-Dollar im Vorjahr. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 14 Prozent auf 818 Millionen Dollar. FMC hatte für 2008 805 bis 825 Millionen Dollar angepeilt. Den Gewinn je Aktie könnte FMC um 13 Prozent auf 2,75 Dollar steigern. "Wir haben im Geschäftsjahr 2008 erneut Rekordergebnisse erzielt und alle unsere Ziele erreicht", wird Unternehmenschef Ben Lipps in der Mitteilung zitiert.

Bis 2010 will FMC nach früheren Aussagen einen Umsatz von 11,5 Milliarden Dollar erreichen - was einem jährlichen Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent entspricht. Das Ergebnis solle jährlich währungsbereinigt mindestens zehn Prozent zulegen. Der weltweite Marktführer von Dialyseprodukten und Dialysedienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen beschäftigte Ende Dezember weltweit knapp 65 000 Mitarbeiter und behandelte weltweit 184 086 Dialysepatienten. An der Börse standen die Aktien vorbörslich unter Druck, was Händler mit höheren Erwartungen beim Ausblick begründeten.

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