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Lamborghini spürt die Krise

Vor der 50. Firmenjubiläum hat der Lamborghini-Chef Winkelmann gute und schlechte Nachrichten: Der Kohlefaser-Sportwagen Aventador übertrifft die Erwartungen – bei den anderen Sportwagen halten sich sie Käufer zurück.
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MailandLamborghini bereitet sich mit gemischten Gefühlen auf das 50-jährige Jubiläum vor: Der Kohlefaser-Sportwagen Aventador übertrifft die Erwartungen. Doch die Krise wirft ihre Schatten voraus und Italiens Fiskus vergrault die Kunden.

„Auf unserer Warteliste stehen noch immer 1500 Kunden“, sagte Stephan Winkelmann, der Vorstandsvorsitzende von Lamborghini dem Handelsblatt über die Nachfrage nach dem superleichten Sportwagen Aventador. Zweimal musste die italienische Audi-Tochter Lamborghini die Produktion bereits erhöhen. Statt wie ursprünglich geplant 750 Wagen haben die Italiener im ersten Jahr 1000 Aventadors ausgeliefert.

Doch die Krise wirft ihre Schatten voraus: „Seit Anfang des Jahres ist bei den Supersportwagen eine Kaufzurückhaltung zu beobachten“, sagt Winkelmann über das gesamte Segment. „Das Luxusgeschäft ist nicht immun gegen die Krise“, sagt er. Hinzu kommt die neuer Steuerpolitik in Italien: „In Italien ist die Nachfrage durch die Entscheidungen der Regierung stark eingebrochen“, sagt Winkelmann und spielt damit nicht nur auf die Luxussteuer für teure Autos an, sondern auch auf die Methoden des Fiskus. Finanzpolizisten halten verstärkt Fahrer von Luxusautos an, um zu sehen, wie der Besitz eines teuren Autos zu ihrer Steuererklärung passt. Das wiederum verschreckt potentielle Käufer.

Für die Zukunft hofft Winkelmann weiterhin auf die dritte Baureihe, einen SUV „Urus“, über dessen Schicksal allerdings auf VW-Konzernebene entschieden wird. „Wir brauchen nicht unbedingt eine dritte Baureihe, um profitabel zu werden, Wir waren auch schon mit zwei Baureihen profitabel“, sagt Winkelmann, „aber wir könnten mit drei Baureihen besser Lebenszyklen und Krisen ausgleichen“. Trotz des Verkaufs von mehr als 1600 Autos und einem Umsatz von 322 Millionen Euro endete 2011 für Lamborghini mit einem Verlust

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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