Hauptversammlung
Aktionärsschützer: "Schering-Aufsichtsrat verdient zu viel"

Aktionärsschützer haben ihre Kritik an der Höhe der Aufsichtsratsbezüge beim drittgrößten deutschen Pharmakonzern Schering erneuert.

HB BERLIN. Trotz einer geplanten Absenkung sei die Gesamtvergütung immer noch völlig unangemessen, kritisierte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger bei der Hauptversammlung des Dax-Unternehmens am Donnerstag. Malte Diesselhorst von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bemängelte, dass ein Teil der Vergütungen auch nach dem neuen Modell an den Aktienkurs gekoppelt bleiben soll.

Schering hatte seine Aufsichtsratsbezüge bereits für 2004 herabgesetzt. Kritiker hatten argumentiert, dass die Bezüge bei dem Konzern weit über denen anderer Dax-Unternehmen liegen. Die geplanten Neuerungen sollen rückwirkend vom 1. Januar 2005 an gelten. Unter anderem soll die fixe Vergütung von jährlich 50 000 Euro auf 35 000 Euro gesenkt werden.

Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Berlin versuchte Entwicklungs-Vorstand Marc Rubin den Rückschlag bei den Studien für das Krebspräparat PTK/ZK zu relativieren (siehe Artikel). Aus Sicht des Unternehmens gebe es keine weiteren Komplikationen bei dem Präparat, hieß es. Der Zulassungsantrag werde voraussichtlich Anfang 2007 gestellt.

Die Studienergebnisse hätten auch ein Reihe von positiven Elementen. PTK/ZK wird gemeinsam mit der Schweizer Novartis entwickelt und soll für beide Partner jeweils eine Milliarde Euro Umsatz bringen. Nach den Studienergebnissen Ende März und der Verschiebung des Zulassungsantrags in den USA auf 2007 von Ende 2005 war die Schering-Aktie zeitweise um bis zu 15 Prozent eingebrochen.

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