Hauptversammlung
Bayer wirbt für Schering-Kauf

Bei den Aktionären des Bayer-Konzerns ist die geplante milliardenschwere Übernahme des Pharmaunternehmens Schering auf breite Zustimmung gestoßen. Es sei für Bayer die letzte Chance gewesen, einen namhaften Spieler in der Branche zu kaufen.

HB KÖLN. "Für die Stärkung unseres Spezialitätengeschäfts bei Pharma wäre der Erwerb von Schering ein wahrer Meilenstein", warb Bayer-Chef Werner Wenning am Freitag vor rund 6100 Aktionären in Köln. Die Gesundheitssparte werde der Wachstumsmotor von Bayer sein. Mit der größten Übernahme der mehr als 140-jährigen Firmengeschichte werde der Pharmaumsatz-Anteil der Spezialitäten-Medikamente, die vor allem über Fachärzte an den Patienten gebracht werden, auf 70 Prozent von derzeit 25 Prozent zulegen. "Damit gehören wir zu den Top zehn weltweit", sagte Wenning. Auf mehr als sechs Mrd. Euro Umsatz werde die kombinierte Gruppe in diesem Segment des Pharmageschäfts kommen. Aktionärsvertreter äußerten sich überwiegend positiv, kritisierten aber den Kaufpreis.

"Dieser Zusammenschluss ist gerade auch für Sie ein Wert schaffender und damit richtiger Schritt," wandte sich Wenning an die Anteilseigner. Die Übernahme des Berliner Traditionskonzerns kostet Bayer 16,5 Mrd. Euro. Die Leverkusener hatten mit ihrer Offerte von 86 Euro in bar, der Schering-Vorstand und-Aufsichtsrat bereits zugestimmt haben, den Konkurrenten Merck KGaA aus dem Rennen geworfen. Die Darmstädter wollten nur 77 Euro je Aktie bieten, was insgesamt etwa 14,6 Mrd. Euro entsprochen hätte.

Die Pharma-Sparten von Bayer und Schering sind ähnlich ausgerichtet. Schering ist mit Verhütungsmitteln, Hormonmedikamenten und Präparaten gegen Multiple Sklerose ein Nischenanbieter. Bayer konzentriert sich inzwischen ebenfalls mit Mitteln gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Bluterkrankheit und Krebs auf wenige Spezialgebiete. Beide Firmen haben zudem nennenswerte Aktivitäten in der Diagnostik.

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