Hauptversammlung
Hochtief wandelt sich zum Bau-Dienstleister

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief setzt auf das Geschäft mit Service rund um den Bau. Das Konzept scheint aufzugehen.

HB ESSEN. „Damit erreichen wir höhere Leistungsanteile mit geringerer Zyklizität, geringerer Kapitalbindung, geringerem Risiko bei konstantem Cash Flow, deutlichem Wachstum und langfristig hohen Margen“, sagte Firmenchef Hans-Peter Keitel am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen.

Hochtief erbringe derzeit bereits etwa 30 Prozent seines Umsatzes und fast 65 Prozent des Ergebnisses in baunahen Geschäftsfeldern. „Die Strategie, mit unseren Angeboten die Wertschöpfungskette des Bauens abzudecken, ist erfolgreich“, fügte der Firmenchef hinzu. Zunehmend erhalte Hochtief Zuschläge für Aufträge und Projekte für ganzheitlichen Leistungen aus einer Hand.

Steigerungsraten von mehr als zehn Prozent sieht Keitel im Gebäudemanagement in Deutschland. „Es ist unser Ziel, stärker als dieser Markt zu wachsen“, sagte er. 2006 strebe Hochtief dort mehr als vier Prozent Vorsteuerendite an.

Bei gemeinsamen Projekten mit der öffentlichen Hand (Public Private Partnership, PPP) deren Volumen Keitel bis zum Jahr 2009 auf insgesamt 20 Milliarden Euro schätzte, stehe mit der Vergabe der Baukonzession für die Autobahn A8 das erste große Autobahnprojekt an. „Hochtief wird sich um das Initialprojekt bewerben, dem binnen Jahresfrist weitere Projekte mit einem Volumen von etwa einer Milliarde Euro folgen sollen“, erklärte Keitel. Nachdem in diesem Jahr bereits drei große Projekte im Bereich der privaten Infrastrukturentwicklung gewonnen worden seien, werde in den kommenden Tagen ein weiteres Projekt unter Dach und Fach gebracht werden.

Der Konzernchef bekräftigte die nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal angehobenen Jahresziele. Demnach erwartet der Konzern einen Anstieg des Vorsteuergewinns um 25 Prozent gegenüber 2004. Der Konzerngewinn nach Steuern soll um mehr als die Hälfte auf über 60 Millionen Euro klettern. „Bereits auf vergleichbarer Basis (...) liegt das Quartalsergebnis über den ersten Monaten des Vorjahres“, erklärte der Firmenchef. „Dies ist eine stabile Grundlage für die weitere positive Entwicklung des Konzerns in diesem Jahr und übertrifft die bisherigen Erwartungen“.

2004 hatte Hochtief bei einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro unter dem Strich einen Gewinn von 41 Millionen Euro verbucht. Die Aktionäre sollen eine um zehn Cent auf 0,75 Euro angehobene Dividende erhalten.

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