Hauptversammlung
Stada schaut sich nach Kaufgelegenheiten um

Der Bad Vilbeler Generikahersteller Stada will sich auch in Zukunft weiter durch Akquisitionen verstärken.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem Zukauf der serbischen Hemofarm im dritten Quartal 2006 für knapp 500 Mill. Euro liege der Fokus weiterhin vor allem auf den osteuropäischen Märkten, sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Bei einer Akquisition müsse "die Story eben stimmen, und zwar nicht nur qualitativ nach dem Motto, das passt wunderbar zusammen, sondern nach quantitativ, in den Zahlen, im Detail."

Stada habe sich in den vergangenen Monaten "so manches angeschaut, was öffentlich oder auch verdeckt auf dem Markt ist, war oder sein soll. Darunter waren auch einige so genannte Due-Dilligence-Prüfungen." Aus diesem Grund werde Stada im zweiten Quartal Kosten für nicht realisierte Akquisitionsvorhaben in niedriger einstelliger Millionenhöhe als Sondereffekt ausweisen.

Stada war nach Aussagen aus Finanz- und Branchenkreisen auch an der Generikasparte des Konkurrenten Merck interessiert, die Mitte Mai für 4,9 Mrd. Euro an die amerikanische Mylan verkauft wurde. Die aktuelle Eigenkapitalquote lag per 31. März 2007 bei 40,1 Prozent. "Damit bleibt bis zu einer von uns immer als minimale Richtmarke benannten Eigenkapitalquote von 30 Prozent noch so viel Luft, dass wir Zukäufe von einigen 100 Mill. Euro gegebenenfalls auch ohne Kapitalmaßnahmen durchführen könnten", sagte Retzlaff. Zum Ende des ersten Quartals wies Stada eine Nettoverschuldung von 756,2 Mill. Euro aus.

Für 2007 kündigte Retzlaff das zwölf Rekordjahr an. 2006 hatte die im MDax notierte Stada bei einem operativen Ergebnisanstieg auf 180,5 Mill. Euro einen Umsatz von 1,25 Mrd. Euro und eine operative Marge von 14,5 Prozent ausgewiesen.

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