Henkel
Kosmetik-Chef warnt die Branche vor Preiskampf

Hans van Bylen, Chef der Kosmetik-Sparte bei Henkel, ruft seine Branche zu mehr Vernunft auf. Die teilweise aggressiven Preiskämpfe sieht van Bylen kritisch. Henkels Kosmetikgeschäft soll langfristig wachsen.
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DüsseldorfDer Chef der Kosmetik-Sparte des Dax-Konzerns Henkel, Hans van Bylen, hat die Branche zu mehr Augenmaß bei Preiskämpfen aufgefordert. „Ich sehe die teilweise sehr aggressiven Preis-Aktionen kritisch. Es muss wieder Vernunft einkehren“, sagte er dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Seinen eigenen Konzern sieht er in Europa gut aufgestellt. „Wir gewinnen in Europa als einzige Marktanteile“, sagt er. Allerdings könne Henkel als kleinerer Anbieter nicht in allen Regionen vertreten sein. So hat sich van Bylen 2011 aus Teilen des Indien-Geschäfts zurückgezogen.

„Es ist wichtig, dass wir in den Wachstumsregionen profitabel sind. Aber wir sind bereit, dort auch zeitweise geringere Margen zu akzeptieren, um das Geschäft weiter auszubauen“, sagte van Bylen. Nicht nur regional beschneidet Bylen Henkel: Die Zahl der Marken habe er von 150 auf 60 zusammengestrichen, um Marketing-Gelder zu konzentrieren.

Dennoch schaue er nicht nur auf den schnellen Gewinn, sagte van Bylen der Wirtschaftszeitung: „Wir machen nichts, was die Rendite kurzfristig stärkt, uns aber langfristig nicht hilft.“

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