HIG-Offerte
Rio Tinto könnte sich von Spezialwerken trennen

Der Finanzinvestor HIG hat für drei französische Spezialwerke des anglo-australischen Bergbau-Riesen Rio Tinto eine Offerte abgegeben. Über die Annahme des Angebots ist noch keine Entscheidung gefallen.
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London/ParisUnter dem Druck der Billigkonkurrenz vor allem aus China treibt der Bergbau-Riese Rio Tinto die Verkleinerung seines Aluminiumgeschäfts voran. Für drei Spezialwerke in Frankreich hat sich der anglo-australische Konzern ein Angebot des Finanzinvestors HIG European Capital Partners gesichert. Rio Tinto erklärte am Mittwoch, die Offerte sei bindend. Beide Firmen äußerten sich nicht zu Details des geplanten Geschäfts. Rio Tinto hatte im Oktober angekündigt, sich von 13 Aluminium-Anlagen in sechs Ländern trennen zu wollen.

Nach Beratungen mit den Betriebsräten werde eine Entscheidung über das HIG-Gebot getroffen, erklärte Rio. Dabei geht es um drei Werke im Süden Frankreichs, in denen aus Bauxit Aluminiumoxid gewonnen wird. Dieser Grundstoff für die Aluminiumproduktion kann auch als Schleifmittel eingesetzt werden. Über die laufenden Verhandlungen hatte zunächst ein französisches Branchenblatt im Internet berichtet.

Rio Tinto betreibt in Frankreich auch zwei Aluminium-Fabriken, von denen eine dem Unternehmen zufolge ebenfalls demnächst zum Verkauf gestellt werden könnte. Hintergrund ist ein drohender Anstieg der Energiekosten, wenn Anfang 2014 ein 30 Jahre alter Liefervertrag mit dem Stromkonzern EDF ausläuft. In Europa hat die Aluminiumbranche wie auch die Stahlindustrie damit zu kämpfen, dass die Werkstoffe in anderen Regionen kostengünstiger produziert werden können.

Die Aktien von Rio Tinto gaben in London 0,8 Prozent nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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