Hintergrund
Arcelor: Die Nummer zwei aus Luxemburg

Der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor ist gemessen am Stahlausstoß die Nummer zwei am Weltmarkt nach Mittal. Bis 2001 gab's das Unternehmen aber nicht einmal.

HB HAMBURG. Arcelor ist 2001 aus dem Zusammenschluss der Stahlproduzenten Aceralia aus Spanien, der luxemburgischen Arbed und Usinor aus Frankreich entstanden. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 110 000 Menschen in 60 Ländern. Zu den wichtigsten Abnehmern gehören die Automobil- und Bauindustrie.

Arcelor plant weitere Zukäufe und Beteiligungen vor allem auf dem boomenden Stahlmarkt Chinas, in Indien, in der ehemaligen Sowjetunion und Brasilien. „Wir gehen davon aus, dass es in fünf bis zehn Jahren weltweit nur noch fünf große Stahlhersteller geben wird“, sagte ein Konzernsprecher erst kürzlich. „Und wir wollen dabei sein.“ Im Januar machte jedoch Weltmarktführer Mittal Steel ein Angebot für das größte Stahlunternehmen in Europa.

Arcelor hat ein Rekordjahr hinter sich: 2005 lag der Umsatz mit 32,6 Mrd. Euro um 8,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn stieg um zwei Drittel auf 3,85 Mrd. Euro. Das Unternehmen produzierte 46,7 Mill. Tonnen Rohstahl. Mittelfristig hat Arcelor eine Jahresproduktion von 100 Mill. Tonnen als Ziel angegeben.

Auch in Deutschland ist Arcelor aktiv: Zu der Gruppe gehört Eko Stahl aus Eisenhüttenstadt an der deutsch-polnischen Grenze. 3 000 Mitarbeiter sind dort tätig von der Roheisenerzeugung bis zur Weiterverarbeitung zum Flachstahl.

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