Hochspannungsleitungen
Milliarden für den Ausbau der Stromnetze

Wegen der erwarteten starken Zunahme von erneuerbaren Energien soll das Hochspannungsnetz im Osten und Norden Deutschlands in den kommenden zehn Jahren für mehr als drei Milliarden Euro ausgebaut werden. Das teilte der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission mit.
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HB BERLIN. Das Hochspannungsnetz im Osten und Norden Deutschlands soll in den kommenden zehn Jahren für 3,3 Milliarden Euro ausgebaut werden. Dies soll die Voraussetzung für die erwarteten starken Zuwächse bei erneuerbaren Energien schaffen, wie der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission am Freitag in Berlin mitteilte.

Bis 2020 sind 1,5 Milliarden Euro zur Anbindung von Windparks in der Ostsee vorgesehen, weitere 1,8 Milliarden Euro unter anderem für den Bau von Freileitungen. Größere Akzeptanz bei betroffenen Bürgern und Kommunen könnten Entschädigungsregelungen erreichen. Das Netzgebiet von 50 Hertz umfasst die neuen Bundesländer, Berlin und Hamburg.

Bis 2020 sei damit zu rechnen, dass sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen im eigenen Bereich mehr als verdoppele, sagte Boris Schucht, Sprecher der Geschäftsführung. Daher komme man um einen Netzausbau nicht herum. Für länderübergreifende Vorrangprojekte sollten Genehmigungsverfahren schneller laufen. Nötig sei ein Dialog mit den Anwohnern.

Um größere Akzeptanz beim Bau von Freileitungen zu erreichen, sollte die Politik zudem über Kompensationsregelungen nachdenken. Grundstückseigentümer und Kommunen könnten zum Beispiel je nach Entfernung zu Stromtrassen Entschädigungszahlungen erhalten.

Der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission war im Frühjahr vom Energiekonzern Vattenfall verkauft worden. Der Preis lag bei rund 500 Millionen Euro. Neue Eigentümer sind der belgische Netzbetreiber Elia und der australische Investor Industry Funds Management (IFM), die auch 320 Millionen Euro Schulden übernahmen. Über das rund 9700 Kilometer lange Hochspannungsnetz werden mehr als 18 Millionen Menschen versorgt.

Kommentare zu " Hochspannungsleitungen: Milliarden für den Ausbau der Stromnetze"

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  • Guten Abend Herr Ermecke,
    Wissen ist die eine Sache, die Umsetzung leider eine ganz andere…

    Zu 1. Ja daran gibt es nix zu rütteln, allerdings ist es nicht besser wenn Menschen für ihr Geld arbeiten „können“ anstatt sie durch staatliche Mittel zu versorgen ? Es sind und bleiben ja nunmal Jobs die dadurch geschaffen werden und das im nicht insignifikanten Ausmaß.

    Zu 2+3. Da hat jeder seine eigene Meinung, ich habe weder in dem einen noch in dem anderen bereich ne Ausbildung, meine Meinung durch andere Quellen ist das es ein existentes Problem ist, ihre Studie werde ich mir trotzdem mal am Sa. durchlesen hab sie eben mal runtergeladen. bei CCS sind wir wohl einer Meinung, ebenso bei Fusion mit dem Unterschied dass ich mehrfach von diversen Quellen in der Vergangenheit erfahren habe dass dabei sehr wohl Teile Strahlung aufnehmen werden. Meine das waren die innenverkleidungen der Fusionskammer, die auch wenn es denn soweit kommen würde ausgetauscht werden müssen, diese müssten dann als Radioaktiver Müllbehandelt werden, ob nun schwach, mittel oder hoch Radioaktiv ist mir nicht bekannt. ich bezweifel aber auch das es funktionieren wird. Schade das da das Geld verbrannt wird, wir könnten es besser nutzen.

    Zu 4. Das ist der idealfall. Nur wohin ? Z.b. Asse säuft ab trotz des hier in Deutschland favorisiertem Lagermaterial Salz, sehr hohe Kosten der Rückholung für die es im Moment nicht mal Möglichkeiten gibt (diese Möglichkeiten befinden sich in Erprobung), das Material muss da aber raus wie es auch die bundesregierung einsieht. Hier kommt wieder die intransparente Förderung des Staates zum Tragen, würden es wirklich die betreiber zahlen würde der Strompreis schon in ganz anderen Regionen sein -und damit wie Sie es gerne sagen unwirtschaftlich. Verseucht es evtl. sogar das Grundwasser? Asse erzeugt dadurch wieder mehr Müll als eingelagert wurde, aufgrund der deletantischen Einlagerungsweise (Abkippen vom bagger in einen Abhang) Warum nicht ein oberirdisches Lager ? Spart die jahrelange und kostenintensive „ergebnisoffene Erkundung“, wenn es Probleme gibt kommt man einfach ran –damit auch günstig. Daher ist dieses Problem für mich eindeutig existent und hat wenig mit Grundbildung zu tun. in der Theorie ist das alles schön möglich nur das Problem besteht in der Umsetzung –es funktioniert nicht im Moment! Niemand kann auch die Haltbarkeit über die HWZ des Materials garantieren das die Lager dem Stand halten. bei Tschernobly hat der inhalt eines Fingerhutes für Panik gesorgt in Deutschland nun haben wir mehrere Tausend Tonnen unter uns für deren Sicherheit niemand garantieren kann. Und unsere Politiker können sich komischerweise immer an nix errinnern…

    ich finde es einfach nicht gerecht beim einen über die Förderung zu mäkeln obwohl sie für jeden offen nachlessbar ist, und das andere toll zu finden obwohl da wesendlich mehr "versenkt" wird dazu noch intransparent. Wo bleibt die Chancengleichheit ?

    An Sie persönlich noch Herr Ermecke ich bin für Offenheit und kann da differenzieren, nehme ihnen das also nicht übel.

  • Lieber Peter Mücke, Sie und andere Leser sollten damit beginnen, in ihren Köpfen aufzuräumen. Denn vieles, was zur Stromversorgung verbreitet wird, ist konträr zum Stand des Wissens in dem jeweiligen Fach.
    1. Grundvoraussetzung jeden Wohlstands ist die Anwendung des Wirtschaftlichkeitsprinzips. Das heißt, man setzt für eine bestimmte Produktion nur so viele Ressourcen ein, wie man unbedingt muß. in der Stromversorgung aber werden für etwa die gleiche Menge Strom immer mehr Menschen eingesetzt, d.h. die Produktion wird von Monat zu Monat UNWiRTSCHAFTLiCHER!
    2. Es gibt weder eine Steuerungswirkung des CO2 für das "Klima", noch gibt es die Möglichkeit, daß der Mensch die Atmosphäre mit CO2 quasi "auflädt". Das erste ist aus physikalischen, das zweite aus geochemischen Gründen blanker Unsinn. Das erste können Sie in unserer Klimaretter-Studie nachlesen, an dem zweiten Thema arbeiten wir gerade. CCS ist potentieller Massenmord, die Leute, die das betreiben, gehören ins Gefängnis.
    3. Fusion ist nach derzeitigem technologischen Stand Utopie. Würde sie gelingen, würde sie aber keine strahlenden Abfälle erzeugen, was sich aber aus dem erstgenannten Grund erledigt.
    4. Atommüll ist in physikalischer und technischer Hinsicht ein Nichtproblem. Gammastrahlung wird von einer wenige Meter dicken Trennschicht komplett absorbiert und in harmlose Wärme verwandelt, die nach den Gesetzen der Thermodynamik ins umliegende Gestein abfließt und "dissipiert". Das ganze geschieht absolut zuverlässig, über Jahrmillionen, und völlig kostenlos. Die ganze Atommüllhysterie sehe ich - verzeihen Sie meine Offenheit - als Affentheater von Menschen, denen eine naturwissenschaftliche Grundbildung mutwillig verweigert wird.

  • An die beiden Vorredner sei die Frage gestellt, Woher soll denn der Strom dann kommen ?

    Atom ? Wo weiter nicht öffendlich subventioniert wird, im Multimilliarden-bereich ? Ohne das man sagen kann wohin damit ? Zwig neue Zwischenlager die mit Absicht nicht Endlager genannt werden, da man diesen Status wohl nie erreichen wird.

    Kohle/Öl/Gas? Mit CCS wird den Strompreis auch ums 5-8 fache erhöhen -Super, das erzählt einem keiner! Nochdazu das dieses Verfahren unheimlich viel Energiefrisst die zusätzlich erzeugt werden soll. Dann kommt noch dazu wohin mit dem CO2 ? Gleiches Problem wie bei der Lagerung des Atommülls.

    Fusion ? Wohin mit dem Abfall der auch verstrahlt ist ? Wird es jemals auf absehbarezeit finanzierbar sein ? Wird es überhaupt funktionieren ?

    Die Energieerzeugung ist wie es ein Prof in meinem Studium mal sagte: "Es gibt keine Form der Energieerzeugung die frei von Diskussionen ist."
    Fakt ist aber jeder will Strom -woher ist den meisten leider egal und gehen eher über Leichen wenn der Preis pro kWh stimmt... -Der Strompreis den die Kundenzahlen wird wohl nicht mehr sinken egal wie der Strom in zukunft erzeugt wird.

    Warum dann nicht auf einem Wege wo man sehen kann wohin die Förderungen gehen ? Warum nicht damit Arbeitsplätze schaffen ? Warum nicht etwas fördern was wir später exportieren können, und damit wieder verdienen ?

    ich gebe lieber mehr für den Strom aus und gebe damit Menschen arbeit und tue meiner Region was gutes anstatt es irgendjamandem ins Portfolio zu werfen, der sich damit seinen 25 Maybach kauft. Von der Umwelt mal zu schweigen.

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