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Mercedes setzt alle Hoffnung auf die neue E-Klasse

Der Neustart der Mercedes E-Klasse ist für den Autokonzern Daimler-Chrysler ein entscheidender Prüfstein. Die E-Klasse ist der größte Umsatzbringer von Mercedes Benz – doch in den letzten Jahren wurde die Baureihe wie kaum ein anderes Modell von Qualitätsproblemen belastet.

STUTTGART. „Der neue Wagen ist für uns eine Zäsur“, sagte Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier am Rande der Fahrzeugvorstellung in Stuttgart.

Die Markteinführung des überarbeiteten Modells, das ab dem 10. Juni bei den Händlern steht, ist für Daimler die mit Abstand wichtigste Modelleinführung im laufenden Jahr. „Wenn es eine weitere Welle von Qualitätsproblemen gäbe, wäre das ein Desaster“, warnt Auto-Analyst Michael Raab vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Der Wagen gilt damit als Bewährungsprobe für die Qualitätsansprüche der Marke.

Wie wichtig das Modell für Mercedes ist, veranschaulicht eine Zahl: In guten Zeiten steuert die E-Klasse schätzungsweise 30 Prozent zum Gewinn der Mercedes-Gruppe bei. Doch die Absatzkurve der gehobenen Mittelklasse-Limousine zeigte zuletzt deutlich nach unten. Ohne eine erfolgreiche E-Klasse kann Daimler-Chef Dieter Zetsche sein Ziel einer Umsatzrendite von sieben Prozent im Jahr 2007 für seine wichtigste Konzernsparte vermutlich nicht erreichen. Bisher kommt die Mercedes-Gruppe zur Enttäuschung der Anleger auf diesem Weg nur in Trippelschritten voran – trotz massiver Restrukturierungsmaßnahmen lag die Marge im ersten Quartal nur bei gut drei Prozent. Schnitzer kann sich Daimler deshalb beim Neustart der E-Klasse nicht erlauben.

Bildergalerie: Die neue E-Klasse

Schwierigkeiten mit der Bordelektronik und die störanfällige neue Bremse SBC hatten beim Vorgängermodell viele Kunden vergrault. Die Probleme mündeten in den größten Rückruf der Firmengeschichte: Im Frühjahr 2005 rief Daimler 1,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten, ein Großteil davon E-Klasse-Modelle. Die Mängel hinterließen ihre Spuren im Absatz: Letztes Jahr verkaufte Daimler von dem Modell nach Angaben von Analysten weltweit nur noch 213 000 Exemplare und wurde vom Konkurrenten von BMW, dem 5er, mit 228 000 verkauften Fahrzeugen überflügelt. In Deutschland brach der Verkauf der E-Klasse sogar um 28 Prozent ein, deutlich mehr als durch den zu Ende gehenden Modellzyklus’ zu erwarten war.

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