Immobilien
Gagfah rutscht unterm Strich ins Minus

Belastet von vorgezogenen Instandhaltungskosten im Wohnungsportfolio ist die Immobiliengesellschaft Gagfah im dritten Quartal unter dem Strich ins Minus gerutscht.

dpa-afx LUXEMBURG. Belastet von vorgezogenen Instandhaltungskosten im Wohnungsportfolio ist die Immobiliengesellschaft Gagfah im dritten Quartal unter dem Strich ins Minus gerutscht. Die Gesellschaft erzielte ein Nettoergebnis von minus 16,3 Mill. Euro, nach einem Plus von 70,4 Mill. Euro im Vorjahresquartal. Auf die einzelne Aktie gerechnet waren das minus 0,06 Euro, nach zuvor plus 0,31 Euro, wie das MDax- Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Die Erwartungen für die Kenngröße Funds From Operations (FFO) - maßgeblich für die Dividende - senkte Gagfah für 2008 ab.

Die Aktie drehte indes nach einem schwachen Start ins Plus und gewann am späten Vormittag in einem sehr schwachen Marktumfeld 7,87 Prozent auf 2,88 Euro. Die Zahlen hätten keine wirkliche Überraschung dargestellt, sagten Analysten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) reduzierte sich im dritten Quartal von 122,2 auf 91,3 Mill. Euro. Vorgezogene Instandhaltung- und Personalkosten hätten im dritten Quartal zu den Belastungen geführt. Zudem sei bei manchen Gemeinden die Grundsteuer für das gesamte Jahr angefallen, diese werde aber verzögert an die Mieter durchgereicht. Als Dividende will Gagfah wie im Vorquartal 0,20 Euro je Aktie ausschütten.

FFO-Ziel Gesenkt

Der FFO, der den operativen Cash Flow misst und an dem sich die Dividendenausschüttung orientiert, ging auf 0,17 Euro je Aktie zurück, nach 0,21 Euro je Aktie im Vorjahresquartal. Das war niedriger als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr soll der FFO nun um 15 Prozent geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Bisher hatte das Unternehmen einen Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Die Integration zuletzt erworbener kleineren Portfolios dauere länger als erwartet, außerdem habe sich die Steuerquote im Vergleich zu 2007 erhöht, hieß es.

Bei den Mieterlösen konnte die Gesellschaft eine Steigerung von 239 auf 252,8 Mill. Euro erzielen. Nach dem Verkauf von 720 Wohnungen im dritten Quartal - im den ersten neun Monaten sind es nun 1994 Einheiten - erhöht die Gagfah ihr Vertriebsziel für das Gesamtjahr von bisher angestrebten 2 500 auf nun 3 500 bis 4 000 Wohnungen. Der Leerstand soll auf Jahressicht auf unter 4,5 Prozent sinken, aktuell liegt er bei 4,7 Prozent und damit wieder etwas höher als zum Halbjahr (4,6 Prozent). Die Bewirtschaftungskosten für die einzelne Wohnung senkte die Gagfah mittlerweile auf jeweils 416 Euro - bis zum Jahresende sollen es 400 Euro sein.

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