Industrie
BASF wirbt in Brief an Engelhard-Aktionäre für eigene Position

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF wirbt in einem Brief an die Engelhard-Aktionäre für die eigene Position im Übernahmepoker um den US-Katalysatorenhersteller.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF wirbt in einem Brief an die Engelhard-Aktionäre für die eigene Position im Übernahmepoker um den US-Katalysatorenhersteller. So werden in dem am Dienstag verbreiteten Schreiben unter anderem die Annahmen in Zweifel gezogen, auf denen Engelhards Prognosen seiner weiteren wirtschaftlichen Entwicklung basieren.

Diese seien "fehlerhaft" und "überzogen optimistisch". So stelle Engelhard beispielsweise langfristige Wachstumsraten in Aussicht, welche die Vorhersagen von Analysten und anderen Experten "bei weitem" überstiegen. Sie seien auch wesentlich höher als die historischen Wachstumsraten der Märkte, in denen Engelhard aktiv ist. Engelhard habe selbst eingeräumt, dass die Prognosen mit erheblichen Risiken behaftet seien, schreibt BASF in dem Brief.

Erst am Montag hatten die Leverkusener ihre Offerte an die Engelhard-Aktionäre um einen Dollar je Aktie auf 39 Dollar in Bar aufgestockt. Damit erhöhte sich das Gesamtvolumen der größten Übernahme in der Firmengeschichte auf rund 5,1 Mrd. Dollar. BASF-Chef Jürgen Hambrecht hatte zu Wochenbeginn nach der neuerlichen Erhöhung um einen Dollar deutlich gemacht, dass dieses "endgültige Angebot" "unter keinen Umständen" nochmals erhöht werde.

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