Industriegase sind gefragt
Linde legt kräftig zu

Im dritten Quartal hat Linde weiter von der hohen Nachfrage nach Industriegasen profitiert. Der Münchener Konzern will die Kosten für die Übernahme des britischen Konkurrenten BOC daher nun rascher als bislang geplant wegstecken.

HB MÜNCHEN. Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal auf 3,07 (Vorjahr: 2,59) Mrd. Euro und das operative Ergebnis stieg auf 612 (507) Mill. Euro, wie Linde am Dienstag mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der befragten Analysten, die bereits mit einem soliden Quartal gerechnet hatten, übertroffen. Sie hatten im Schnitt einen Umsatz von 3,03 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 591 Mill. Euro prognostiziert.

Für das Gesamtjahr 2007 präzisierte Linde die Prognose: Auf Konzernebene wird jetzt ein Umsatz von gut 12 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 2,3 Mrd bis 2,4 Mrd. Euro erwartet. Nach der Übernahme der britischen BOC entspreche dies jeweils einer zweistelligen Steigerungsrate, teilte Linde mit. Bisher hatte der Konzern für Umsatz und Ergebnis bislang lediglich eine Steigerung gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten angekündigt. Als mittelfristiges Ziel strebt Linde für das Geschäftsjahr 2010 unverändert ein operatives Konzernergebnis von mehr als 3 Mrd. Euro an.

Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Aktivitäten stieg im dritten Quartal auf 149 (Vorjahr 135) Mill. Euro. Besonders im Blick der Analysten steht zudem der Auftragseingang in der Division Engineering. Er lag Ende September bei 2,248 Mrd. Euro und damit unter dem Vorjahresniveau von 2,563 Mrd. Euro. In den vier großen Geschäftsfeldern der Division sei die Entwicklung von einer anhaltend guten Nachfrage gestützt worden, teilte Linde weiter mit.

Linde bestätigte am Dienstag zudem den mittelfristigen Ausblick für die Sparte Division Gase: Hier will der Konzern stärker wachsen als der Markt und das Ergebnis überproportional steigern. In der Division Engineering sieht der Konzern im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von mindestens 2,4 Mrd. Euro.

Linde will die Kosten für die Übernahme des britischen Konkurrenten BOC daher rascher als geplant wegstecken. Zum Ende des Jahres werde die Nettoverschuldung unter 7,2 Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. „Damit liegen wir am unteren Ende der bisherigen Einschätzung von 7,2 bis 7,5 Mrd. Euro“, hieß es. BOC hatte Linde rund zwölf Mrd. Euro gekostet. Die Münchener bekräftigten die Erwartung, dass die Übernahme 2009 erstmals den vollen Betrag der erwarteten Synergien von 250 Mill. Euro jährlich erreichen werden.

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