Industriekonzerne
Siemens bekommt ICE-Großauftrag in China

Siemens hat den Zuschlag für einen Großauftrag in China bekommen. Der Münchner Konzern wird dort mit chinesischen Partnern weitere 100 ICE-Hochgeschwindigkeitszüge fertigen, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Ein lukrativer und zugleich prestigeträchtiger Deal für den Konzern.

and/HB PEKING. Die ersten dieser ICE-ähnlichen Züge fahren bereits zwischen Peking und der Hafenstadt Tianjin. Der neue Auftrag für die Strecke zwischen den beiden Metropolen Peking und Schanghai bedeutet jedoch deutlich mehr Prestige. 70 der 100 neuen Züge sollen in Tangshan gebaut werden. Der Lieferanteil von Siemens hat einen Wert von rund 750 Millionen Euro.

Siemens fertigt seinen Anteil in Krefeld-Uerdingen und Nürnberg (Deutschland), Graz (Österreich) sowie Shanghai, Tjanjin und Jinan (China). Mit dem neuen Auftrag konnte Siemens sein Netz an chinesischen Partnern um die Firma Changchun Railway Vehicles Co. Ltd. (CRC) erweitern. Der erste Zug soll Ende 2010 in Betrieb gehen.

„Die erneute Bestellung Chinas freut uns besonders, weil wir die ersten Fahrzeuge für die wichtigste Hochgeschwindigkeitsstrecke des Landes, Peking – Schanghai, liefern. Wir stärken damit unsere langfristigen Beziehungen zu Partnern im künftig größten Hochgeschwindigkeitsmarkt der Welt“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Mobility Division im Siemens-Sektor Industry. Mit einer Länge von 400 Metern wird China außerdem den längsten Einzelzug im Hochgeschwindigkeitsverkehr weltweit erhalten.

Zudem festigt dies die neu geschaffene Zusammenarbeit mit dem Partner aus Tangshan für weitere Projekte. Siemens hofft dabei vom Konjunkturprogramm der Regierung in Peking zu profitieren. China will mehr rund 470 Mrd. Euro in den Ausbau der heimischen Infrastruktur stecken, dabei soll vor allem auch Chinas Eisenbahnnetz ausgebaut und modernisiert werden. Das Potenzial ist enorm: In den kommenden fünf Jahren will China 1000 weitere Hochgeschwindigkeitszüge mit internationalen Partnern bauen.

Trotz des sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfelds geht der Münchner Konzern nach den Worten von China-Chef Richard Hausmann davon aus, im Jahr 2010 die Neuaufträge in China auf 10 Mrd. Euro zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 (Ende September) waren diese um 19 Prozent auf umgerechnet 7,5 Mrd. Euro gestiegen. Der China-Umsatz stieg in gleicher Größe auf 57 Mrd. Yuan (6,5 Mrd. Euro).

Seite 1:

Siemens bekommt ICE-Großauftrag in China

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%