Industriezulieferer
Schaeffler macht mehr Gewinn als erwartet

Der Umsatz des hochverschuldeten Auto- und Industriezulieferers Schaeffler ist Kreisen zufolge 2011 um fast 13 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn (Ebit) habe bei mehr als 1,6 Milliarden Euro gelegen.
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FrankfurtDem hochverschuldeten Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat die boomende Konjunktur mehr Rückenwind gebracht als gedacht. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um fast 13 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro gestiegen, sagte eine mit dem Zahlenwerk vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe bei mehr als 1,6 Milliarden Euro gelegen. Damit übertraf die operative Umsatzrendite mit gut 15 Prozent ebenso die Planungen (plus 13 Prozent) wie der Umsatz, für den zuletzt eine Steigerung um zehn Prozent veranschlagt worden war. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ aus Unternehmenskreisen ebenfalls über die Zahlen berichtet. Das Familienunternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach will die Zahlen am Dienstag in Frankfurt veröffentlichen.

Schaeffler war bei der Übernahme des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental 2008 in den Strudel der Finanzkrise geraten und hätte ohne Zugeständnisse seiner Kreditgeber den milliardenhohen Schuldenberg nicht mehr bewältigt. Die Banken hielten an ihren Engagements bei Schaeffler fest - aber zu teils exorbitanten Zinsen. Das Unternehmen sitzt immer noch auf zwölf Milliarden Euro Schulden, die auf die Schaeffler AG und eine Holding der Eigentümer Georg und Marie-Elisabeth Schaeffler aufgeteilt ist. Zu Jahresbeginn war es dem Konzern gelungen, die Verbindlichkeiten der AG von acht Milliarden Euro umzuschulden und die bis dahin bei vier Banken liegende Last auf acht Institute und den Kapitalmarkt zu verteilen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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