Innogy
RWE-Tochter plant Einstieg in Ladesäulen-Aufbau

Ab 2017 sollen zunächst 400 Schnellladestationen für Elektro-Autos in ganz Europa aufgebaut werden. Nun will sich auch die RWE-Tochter Innogy am Aufbau des Netzes beteiligen – unter den richtigen Voraussetzungen.
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EssenDie RWE-Tochter Innogy will sich am Aufbau eines europaweiten Netzes mit Schnellladetankstellen für Elektroautos beteiligen. Das Unternehmen sei bereit, den Herstellern als Teil eines Konsortiums Ladesäulen zur Verfügung zu stellen, kündigte Innogy-Chef Peter Terium im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung an.

Voraussetzung sei, dass die Autohersteller dies auch wollten. Das bisher recht dünne Ladenetz gilt neben der geringen Reichweite und dem vergleichsweise hohen Kaufpreis als größtes Hemmnis für einen Durchbruch von Elektroautos in Deutschland. „Ich glaube, dass der Verkauf von E-Autos demnächst exponentiell nach oben gehen wird. Das ist wie bei so vielem: Lange dümpelt alles dahin und plötzlich geht es los. Dieser Moment wird in der Elektromobilität bald kommen“, sagte Terium.

Innogy hatte erst vergangene Woche eine neue Geschäftseinheit gegründet, die alle Aktivitäten rund um die Elektromobilität im Konzern bündelt. „Wir können nicht das ganze Land mit Ladesäulen zupflastern und am Ende leer ausgehen. Ich bin ja vieles, aber ich bin nicht Mahatma Gandhi. Und Innogy ist keine Wohlfahrtsstiftung“, sagte Terium zu den Erwartungen.

Die großen deutschen Autohersteller und Ford planen den gemeinsamen Bau von Schnellladestationen für E-Autos. Wie die Firmen Ende November mitteilten, wollen sie von 2017 an in einem ersten Schritt 400 Schnellladestationen entlang der großen Verkehrsachsen in Europa aufbauen. Bis 2020 sollen es dann schon Tausende Stationen sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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